Von der Ostsee in alle Welt: Die Erfolgsgeschichte der YYachts-Werft
Luxus, Präzision und Innovation vereinen sich in den Hallen von Greifswald-Ladebow, wo die Werft YYachts seit 2016 Carbon-Segelyachten von internationalem Rang fertigt. Was als persönliches Projekt des Gründers Michael Schmidt begann, hat sich zu einer globalen Benchmark für maritime Exzellenz entwickelt, die Segelbegeisterte und Forscher gleichermaßen begeistert.
Vom Einzelstück zur Manufaktur: Die Gründungsgeschichte
Michael Schmidt, ein international erfahrener Bootsbauer und passionierter Regattasegler, suchte 2016 vergeblich nach einer Yacht, die seinen hohen Ansprüchen an Design, Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit entsprach. Seine Lösung: Er baute sie einfach selbst. Das Ergebnis war die „Cool Breeze“, eine 80-Fuß-Carbonsloop, die Funktionalität mit ästhetischem Anspruch verband. Aus diesem Einzelprojekt entstand in Vorpommern eine Manufaktur, die heute als Referenz für luxuriöse Carbon-Segelyachten gilt.
Hightech-Produktion am Greifswalder Standort
Auf einer beeindruckenden Fläche von über 3.000 Quadratmetern entstehen die Yachten unter technologisch optimalen Bedingungen. Die Werft verfügt über einen 30 Meter langen Temperierofen, der bis auf 90 Grad Celsius präzise regulierbar ist, sowie eine gleich lange Lackierhalle. „Ein 70-Tonnen-Bootsheber und der direkte Zugang zu tiefem Wasser ermöglichen flexible Logistik und umgehende Segeltests direkt vor Ort“, erklärt eine Werftsprecherin. Für dieses Jahr ist bereits die Auslieferung der 50. Yacht geplant.
Internationale Kundschaft und weltweiter Service
Die Kundschaft für diese Millionen-Boote stammt überwiegend aus dem internationalen Raum, doch auch deutsche Eigner vertrauen auf YYachts. Dass die Yachten oft in traumhaften Regionen wie der Karibik oder dem Mittelmeer liegen, kommt nicht nur den Besitzern zugute. Die Bootsbauer der Werft fliegen für Wartung und Reparaturen rund um den Globus – ein Job mit besonderen Vorzügen. Tom Reinhardt, Bootsbauer seit Gründungstagen, berichtet lachend: „Wir sind die glücklichsten Bootsbauer Mecklenburg-Vorpommerns. Da arbeitest du an den schönsten Orten der Welt.“
Maßgeschneiderter Luxus: Kein Wunsch bleibt offen
Neben dem exzellenten Service punktet YYachts mit nahezu grenzenloser Individualisierung. Für die Innenausstattung arbeiten renommierte Designer wie Sir David Chipperfield, David Thulstrup und Norm Architects. Ob Sauna, Klavier oder andere extravagante Sonderwünsche – die Werft setzt praktisch jede Kundenidee um. Der Luxus an Bord ist so individuell wie die Eigner selbst.
Wissenschaft an Bord: Das Forschungsschiff „Eugen Seibold“
Dass YYachts nicht nur Luxus bietet, beweist ein besonderes Projekt: Die 22 Meter lange Segelyacht „Eugen Seibold“ dient als Forschungsschiff. Unter Leitung des Klimaforschers Ralf Schiebel untersucht ein Team seit 2018 die Rolle der Ozeane im Klimasystem und die Folgen der Erderwärmung. Konzipiert für Navigation in abgelegenen Gewässern, segelt sie mit zwei Seeleuten und fünf bis sechs Wissenschaftlern um die Welt, um Erkenntnisse über vergangene und zukünftige Klimaszenarien zu gewinnen.
Von der Ostsee aus erobern die Carbon-Yachten von YYachts die Weltmeere – als Symbole für Luxus, Innovation und sogar wissenschaftlichen Fortschritt.



