Neue Landesbehörde in Halle nimmt ihre Tätigkeit auf
Das neu geschaffene Landesamt für Soziales, Jugend und Gesundheit hat am Mittwoch offiziell seine Arbeit begonnen. Mit Hauptsitz in Halle und zusätzlichen Standorten in Magdeburg sowie Dessau-Roßlau übernimmt die Behörde zentrale Aufgaben der Sozial- und Gesundheitsverwaltung des Bundeslandes.
Ziel: Effizientere Bearbeitung von Anträgen
Die Gründung des Amtes erfolgte als direkte Reaktion auf die stetig steigende Anzahl von Anträgen in den Bereichen Soziales, Jugend und Gesundheit. Die Landesregierung verspricht sich von der neuen Struktur eine deutlich schnellere und bürgerfreundlichere Bearbeitung der eingereichten Dokumente und Anfragen.
Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) betonte bei der Vorstellung der Behörde: „Wir schaffen mit dem neuen Landesamt die Voraussetzungen für eine verbesserte Aufgabenerledigung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger.“ Die Ministerin verwies dabei auf die Notwendigkeit, administrative Prozesse zu straffen und die Servicequalität für die Bevölkerung spürbar zu erhöhen.
Struktur und Zuständigkeiten der neuen Behörde
Das Landesamt für Soziales, Jugend und Gesundheit (LAS) gliedert sich in drei Hauptabteilungen, die jeweils spezifische Verwaltungsaufgaben übernehmen:
- Soziales: Bearbeitung von Leistungsanträgen, Sozialhilfe und Unterstützung in besonderen Lebenslagen
- Jugend: Zuständigkeit für Kinder- und Jugendhilfe, Förderprogramme und Schutzmaßnahmen
- Gesundheit: Verwaltung von Gesundheitsleistungen, Präventionsprogrammen und medizinischer Versorgung
Durch die Bündelung dieser Kompetenzen unter einem Dach erhofft sich die Landesregierung Synergieeffekte und eine effizientere Ressourcennutzung. Die dezentrale Struktur mit Nebenstellen in Magdeburg und Dessau-Roßlau soll zudem die Erreichbarkeit für Bürgerinnen und Bürger in allen Regionen Sachsen-Anhalts gewährleisten.
Hintergrund und Erwartungen
Die Einrichtung des Landesamtes erfolgte nach monatelangen Vorbereitungen und intensiven Beratungen innerhalb der Landesregierung. Fachleute aus der Verwaltung hatten zuvor auf die zunehmende Überlastung der bisherigen Strukturen hingewiesen und Reformen angemahnt.
Erste konkrete Maßnahmen des neuen Amtes umfassen die Digitalisierung von Antragsverfahren, die Schulung von Mitarbeitenden in modernen Verwaltungsprozessen und die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für komplexe Anliegen. Die Behörde startet mit einem Team von erfahrenen Fachkräften aus den bisher zuständigen Ministerien und Ämtern.
Bürgerinnen und Bürger können sich ab sofort mit ihren Anliegen direkt an das Landesamt wenden. Die Landesregierung kündigte an, die Entwicklung der neuen Behörde in den kommenden Monaten genau zu beobachten und bei Bedarf weitere Optimierungen vorzunehmen.



