Sachsen-Anhalt gründet Resilienz-Stab gegen Cyberangriffe und Extremwetter
Sachsen-Anhalt gründet Resilienz-Stab gegen Krisen

Sachsen-Anhalt gründet Resilienz-Stab für bessere Krisenvorsorge

Angesichts zunehmender und komplexer Bedrohungen wie russischen Hackerangriffen, Drohnenüberflügen über Militäranlagen und häufigeren Extremwetterereignissen will Sachsen-Anhalt seine Widerstandsfähigkeit stärken. Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) kündigte nach einer Kabinettssitzung in Magdeburg die Einrichtung eines sogenannten Resilienz-Stabes an, der ressortübergreifend arbeiten soll.

Schutz kritischer Infrastrukturen im Fokus

Das primäre Ziel des neuen Stabes ist der Schutz kritischer Infrastrukturen, darunter die Energie- und Trinkwasserversorgung, das Gesundheitswesen sowie der Personen- und Güterverkehr. Der Stab soll sicherstellen, dass alle Betreiber solcher Infrastrukturen die erforderlichen Vorsorgemaßnahmen treffen. Die hoch technisierte Gesellschaft sei besonders anfällig für Sabotageakte, Cyberangriffe und Drohnensichtungen, erklärte die Ministerin und verwies gleichzeitig auf die steigende Häufigkeit von Extremwetterereignissen.

Struktur und Arbeitsweise des Resilienz-Stabes

Der Resilienz-Stab wird aus Vertretern aller Ressorts sowie der Staatskanzlei zusammengesetzt sein und von Innenministerin Zieschang persönlich geleitet. In seiner Struktur orientiert er sich an der Arbeitsweise eines Krisenstabes der Landesregierung. Dies ermöglicht eine koordinierte und effiziente Reaktion auf vielfältige Bedrohungsszenarien, so die Ministerin. Die Verbesserung von Krisenvorsorge und Risikomanagement steht dabei im Mittelpunkt, wobei Risiken frühzeitig erkannt, Institutionen gestärkt und in präventive Maßnahmen investiert werden soll.

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Hintergrund: Sicherheitsrelevante Vorfälle im Jahr 2025

Im Jahr 2025 kam es in Sachsen-Anhalt zu einer hohen zweistelligen Zahl sicherheitsrelevanter Vorfälle im Zusammenhang mit kritischen Infrastrukturen. Davon ließen sich eine mittlere zweistellige Zahl dem Bereich der Cyberangriffe zuordnen, die fast ausschließlich auf einen Angriff einer russischen Hackergruppe im Juli 2025 zurückzuführen waren. Bei einer niedrigen zweistelligen Zahl handelte es sich um Drohnenmeldungen, überwiegend Sichtungen über militärischen Einrichtungen. Weitere Vorkommnisse umfassten Diebstähle, Sachbeschädigungen und Brandstiftungen, zu denen umfassende Ermittlungen eingeleitet wurden.

Die Einrichtung des Resilienz-Stabes markiert einen wichtigen Schritt, um Sachsen-Anhalt besser auf künftige Krisen und Katastrophen vorzubereiten und die Resilienz des Landes nachhaltig zu stärken.

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