Goldsegen für sächsische Gemeinde: Bannewitz erhält 40.000 Euro nach spektakulärem Fund
Ein ungewöhnlicher Fund beim Rasenmähen beschert der sächsischen Gemeinde Bannewitz einen unerwarteten finanziellen Zugewinn. Ein Klärwärter des örtlichen Abwasserbetriebs stieß im Oktober 2025 am Ortsrand auf zehn verpackte Goldbarren, die auf einer gemeindeeigenen Grasfläche lagen. Jeder Barren wog genau eine Unze, was bei den aktuellen Marktpreisen einen Gesamtwert von über 40.000 Euro darstellt.
Von der Polizei beschlagnahmt und sechs Monate lang gesucht
Der aufmerksame Mitarbeiter meldete seinen Fund umgehend dem Ordnungsamt, woraufhin die Polizei die wertvollen Barren zunächst beschlagnahmte. Wie in solchen Fällen üblich, wurde eine mögliche Straftat untersucht und parallel dazu nach den rechtmäßigen Eigentümern gesucht. Über einen Zeitraum von sechs Monaten konnten sich Personen melden, die Ansprüche auf den Goldschatz geltend machen wollten.
Diese Frist endete am 17. April 2026, ohne dass ein legitimer Eigentümer gefunden wurde. Damit gehört der Fund nun offiziell der Gemeinde Bannewitz, wie die Behörden bestätigten. Die Goldbarren befinden sich derzeit noch in der Asservatenkammer der Polizei, werden aber bald an die Gemeinde übergeben.
Kreative Geschichten und fehlende Nachweise
Bürgermeister Heiko Wersig berichtete in einem Interview mit der »Süddeutschen Zeitung« von etwa fünfzehn Personen, die sich im vergangenen halben Jahr gemeldet hatten. „Einige brachten durchaus kreative Geschichten vor“, so der Bürgermeister. Ein Anrufer behauptete beispielsweise, eine Drohne mit dem Gold an Bord sei über dem Gebiet abgestürzt. Ein anderer gab an, die Barren seien ihm beim Spaziergang aus der Tasche gefallen.
Doch keiner der potenziellen Anspruchsteller konnte konkrete Nachweise wie Rechnungen mit Seriennummern vorlegen. Damit blieben alle Ansprüche unbelegt, und der Schatz fiel endgültig an die Kommune.
Gemeinderat plant Verwendung für knapp 11.000 Einwohner
Für die etwa 11.000 Einwohner von Bannewitz bedeutet der Fund einen willkommenen finanziellen Zugewinn. Der Gemeinderat diskutiert bereits intensiv über die Verwendung des unerwarteten Goldsegens. „Am 28. April wollen wir entscheiden, welche Vereine von dem Fund profitieren“, erklärte Bürgermeister Wersig gegenüber dem Newsportal Tag24. „Es wäre schön, wenn dann das Gold in einem Zug an diese geht.“
Derzeit liegt der Goldpreis bei knapp über 4.000 Euro pro Unze, was den Gesamtwert der zehn Barren auf über 40.000 Euro beziffert. Für die sächsische Gemeinde stellt dieser Betrag eine bedeutende Summe dar, die nun sinnvoll in das Gemeinwesen investiert werden soll.



