Schifffahrtsmuseum Rostock widmet sich der bewegten Geschichte der Neptunwerft
Das Schifffahrtsmuseum Rostock im IGA-Park setzt seine erfolgreiche Reihe zur maritimen Geschichte der Hansestadt fort und lädt am 9. April um 16 Uhr zu einem besonderen Vortrag ein. Unter dem Titel „Die Neptunwerft von 1990 bis heute“ wird Referent Dr. Wolfgang Lange aus Rostock die faszinierende Entwicklung der traditionsreichen Werft nachzeichnen.
Tiefgreifende Veränderungen nach der Wiedervereinigung
Im historischen Wendejahr 1989 beschäftigte die Rostocker Neptunwerft noch mehr als 7000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit der deutschen Wiedervereinigung setzte jedoch ein tiefgreifender Strukturwandel ein, der das Unternehmen grundlegend verändern sollte. Die Werft wurde privatisiert und die Belegschaftszahlen wurden drastisch reduziert.
Besonders markant war die Aufgabe des innerstädtischen Standortes, der über Jahrzehnte das Stadtbild Rostocks geprägt hatte. Parallel dazu erfolgte ein ambitionierter Neustart im Warnemünder Hafen, wo die Werft eine neue Heimat fand.
Neuanfang unter neuer Führung
Ein entscheidender Meilenstein in der Entwicklung war das Jahr 1997, als die Neptunwerft Teil der renommierten Meyer Werft Unternehmensgruppe wurde. Dieser Schritt ermöglichte umfangreiche Investitionen in moderne Fertigungsanlagen und den Bau neuer Werkshallen. Durch diese Maßnahmen entwickelte sich der Standort zu einem spezialisierten Zentrum für Schiffbau weiter.
Dr. Wolfgang Lange, der die Geschichte der Neptunwerft intensiv erforscht hat, wird in seinem Vortrag die Entwicklung beider Standorte – des alten innerstädtischen und des neuen Warnemünder Areals – detailliert darstellen. Dabei beleuchtet er nicht nur die wirtschaftlichen Aspekte, sondern auch die politischen Rahmenbedingungen und städtebaulichen Konsequenzen dieses umfassenden Transformationsprozesses.
Praktische Informationen zur Veranstaltung
Für die Teilnahme an diesem spannenden Vortrag wird um vorherige Anmeldung gebeten. Interessierte können sich per E-Mail an schifffahrtsmuseum@rostock.de oder telefonisch unter 0381/12831364 registrieren lassen. Die Veranstaltung bietet eine einzigartige Gelegenheit, die wechselvolle Geschichte eines bedeutenden maritimen Unternehmens der Region kennenzulernen.
Das Schifffahrtsmuseum Rostock setzt mit dieser Veranstaltung seine Mission fort, das maritime Erbe der Stadt lebendig zu halten und Einblicke in die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte zu geben.



