Umfrage: Thüringer Mehrheit befürwortet Rückkehr zu russischem Öl und Gas
Thüringer Mehrheit für russisches Öl und Gas trotz Krieg

Thüringer Mehrheit spricht sich für Energieimporte aus Russland aus

Eine aktuelle Umfrage des Instituts Insa im Auftrag der Thüringer Funke-Zeitungen offenbart eine deutliche Haltung der Bevölkerung in Thüringen zur Energiepolitik. Die Mehrheit der Befragten würde es begrüßen, wenn Deutschland wieder Öl und Gas aus Russland importieren würde, obwohl der Krieg in der Ukraine weiterhin andauert.

Detailierte Umfrageergebnisse zeigen klare Tendenz

Die Online-Befragung, die zwischen dem 27. März und dem 7. April 2026 durchgeführt wurde, ergab, dass 34 Prozent der Thüringerinnen und Thüringer eine Wiederaufnahme der Energieimporte aus Russland als „sehr gut“ bewerten würden. Weitere 27 Prozent gaben an, dies „eher gut“ zu finden. Damit befürworten insgesamt 61 Prozent der Befragten die Rückkehr zu russischen Energielieferungen.

Demgegenüber stehen 24 Prozent der Bevölkerung, die solche Importe ablehnen. Konkret fänden 16 Prozent der Befragten eine Wiederaufnahme „sehr schlecht“ und acht Prozent „eher schlecht“. Vier Prozent der Teilnehmer zeigten sich indifferent, während acht Prozent unentschlossen blieben und drei Prozent keine Angaben machten.

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Methodik und Fragestellung der Erhebung

Für die repräsentative Umfrage wurden insgesamt 1.000 Thüringerinnen und Thüringer im Alter von über 18 Jahren online befragt. Die zentrale Frage lautete: „Wie würden Sie es bewerten, wenn Deutschland ungeachtet des Krieges in der Ukraine wieder Öl und/oder Gas aus Russland importieren würde?“ Die Ergebnisse spiegeln somit die aktuelle Stimmung in der Bevölkerung wider und bieten Einblicke in die energiepolitischen Präferenzen der Thüringer.

Die Diskussion um Energieimporte aus Russland bleibt auch Jahre nach Beginn des Krieges in der Ukraine ein kontroverses Thema. Während die Bundesregierung und die Europäische Union auf Diversifizierung der Energiequellen setzen, zeigt diese Umfrage, dass ein signifikanter Teil der Thüringer Bevölkerung pragmatische Lösungen bevorzugt. Die Ergebnisse unterstreichen die komplexen Abwägungen zwischen geopolitischen Erwägungen und wirtschaftlichen sowie energiepolitischen Notwendigkeiten auf regionaler Ebene.

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