Alba Berlin kämpft um zweiten Platz in der Basketball-Bundesliga
Mit dem vorzeitigen Erreichen der Playoffs hat Alba Berlin das erste Saisonziel in der Basketball-Bundesliga bereits gesichert. Sportdirektor Himar Ojeda zeigte sich erfreut über diese Entwicklung und betonte die Bedeutung dieser frühen Qualifikation. Durch den deutlichen 91:75-Heimsieg gegen die Telekom Baskets Bonn sind die Berliner mathematisch nicht mehr von einem der ersten sechs Plätze zu verdrängen, die zur direkten Playoff-Teilnahme berechtigen.
Zweiter Platz als attraktives Ziel
In den verbleibenden fünf Punktspielen der regulären Saison konzentriert sich das Team nun vollständig auf die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes. „Das ist jetzt ein sehr gutes und attraktives Ziel für uns“, erklärte Ojeda. Allerdings räumte der Sportdirektor ein, dass dieses Vorhaben mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden sein wird. Bereits am Mittwoch steht mit dem Auswärtsspiel bei ratiopharm Ulm ein direkter Konkurrent um die Playoff-Platzierung auf dem Programm.
Ulm belegt aktuell den sechsten Tabellenrang und hat nach Einschätzung Ojedas seine anfänglichen Probleme überwunden. „Sie haben ihre Schwierigkeiten gelöst und bleiben ein ernstzunehmender Kandidat für die besten Vier“, warnte der Alba-Verantwortliche vor der Begegnung in Ulm.
Druck der Verfolger nimmt zu
Das Rennen um die vorderen Plätze gestaltet sich im Saisonendspurt besonders eng. Kapitän Jonas Mattisseck mahnte seine Mannschaftskollegen zu erhöhter Konzentration: „Wir dürfen uns nicht mehr viele Fehler erlauben.“ Besonders die Bamberg Baskets verfolgen Alba Berlin mit nur minimalem Abstand und erhöhen den Druck auf die Hauptstädter.
Ojeda bestätigte diese Einschätzung: „Wir spüren den Druck der Verfolger deutlich. Daher müssen wir das Tempo halten und weiterhin siegreich bleiben.“ Mattisseck rechnet zudem nicht mehr mit vielen Niederlagen der Franken: „Bamberg spielt momentan extrem gut und wird voraussichtlich nicht mehr viel verlieren. Davon können wir sicher ausgehen.“
Konstanz als Schlüssel zum Erfolg
Um die angestrebten Siege zu erringen, muss Alba Berlin jedoch mehr Beständigkeit innerhalb einzelner Partien zeigen. Gegen Bonn führten die Berliner bereits mit 28 Punkten Vorsprung, doch in den letzten zweieinhalb Minuten schrumpfte dieser auf nur noch zehn Punkte zusammen. Dieses Phänomen trat in dieser Saison bereits mehrfach auf.
Mattisseck analysierte diese Schwäche: „Wir beobachten immer wieder in dieser Spielzeit, dass wir niemals den Fuß vom Gas nehmen dürfen. Wahrscheinlich sind wir noch nicht abgezockt genug, um solche Spiele souverän zu managen und zu verwalten.“ Diese mangelnde Konstanz könnte im entscheidenden Saisonfinale noch zum Verhängnis werden, wenn die Konkurrenz keine Fehler mehr zulässt.
Die verbleibenden fünf Spiele werden somit zur Bewährungsprobe für das Team von Trainer Israel González. Nicht nur die sportliche Qualität, sondern auch die mentale Stärke wird über die endgültige Tabellenposition entscheiden. Der Kampf um den zweiten Platz verspricht bis zum letzten Spieltag spannend zu bleiben, während die direkten Playoff-Konkurrenten keine Gelegenheit auslassen werden, um Druck auf die Berliner auszuüben.



