Alba Berlin scheitert nach packendem Krimi im Champions League-Viertelfinale
Die Basketballer von Alba Berlin sind nach einem atemberaubenden Spiel aus der Champions League ausgeschieden. Vor 7.109 begeisterten Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle verloren die Berliner am Mittwochabend das zweite Duell im Viertelfinale gegen das spanische Spitzenteam Unicaja Malaga nach Verlängerung mit 85:88 (36:34, 74:74). Damit verlor Alba die Best-of-three-Serie mit 0:2 und muss sich aus dem europäischen Wettbewerb verabschieden.
Junge Talente glänzen in aussichtsloser Situation
Beste Berliner Werfer waren der junge Jack Kayil mit herausragenden 25 Punkten und J'Wan Roberts mit soliden 13 Punkten. Positiv zu vermerken war zudem die Rückkehr des zuletzt angeschlagenen Spielmachers Martin Hermannsson, der wieder mitwirken konnte und das Team stabilisierte.
Alba erwischte tatsächlich den besseren Start und ging mit 9:3 in Führung. Die Berliner arbeiteten in der Defensive äußerst diszipliniert und aufmerksam, profitierten aber auch davon, dass der Titelverteidiger Malaga viele seiner ersten Würfe vergab. Die Gäste steigerten sich jedoch allmählich und gingen zu Beginn des zweiten Viertels mit 17:15 wieder in Führung.
Defensivschlacht mit dramatischem Finale
Die erste Hälfte war geprägt von einer intensiven Defensivschlacht mit nur wenigen spektakulären Punkten. Die Führung wechselte mehrfach hin und her, ehe sich Alba kurz vor der Halbzeit mit 34:30 wieder minimal absetzen konnte. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie jedoch deutlich.
Die Gastgeber leisteten sich zu viele unglückliche Fehler, die Malaga eiskalt bestrafte. Sechseinhalb Minuten vor Spielende war der Rückstand auf bedrohliche 16 Punkte angewachsen (55:71). Doch Alba zeigte charakterliche Stärke und kämpfte sich mit einer beeindruckenden Aufholjagd zurück.
Verlängerung entscheidet das Schicksal
In den letzten Sekunden der regulären Spielzeit glich Jack Kayil mit zwei nervenstarken Freiwürfen nur 1,8 Sekunden vor dem Ende zum 74:74 aus und erzwang damit die Verlängerung. In den zusätzlichen fünf Minuten setzte sich dann jedoch doch das erfahrene Team aus Malaga durch und sicherte sich mit 88:85 den verdienten Sieg.
Damit endet die Champions League-Saison für Alba Berlin im Viertelfinale, doch die Leistung gegen den Titelverteidiger und die kämpferische Aufholjagd werden in positiver Erinnerung bleiben. Die Berliner können trotz der Niederlage stolz auf ihre Leistung sein und blicken nun auf die verbleibenden Aufgaben in der Bundesliga.



