Alba Berlin scheitert im Basketball-Europapokal: Dramatische Niederlage nach Overtime
Alba Berlin scheitert im Basketball-Europapokal

Alba Berlin verpasst Final Four: Dramatische Niederlage nach Overtime

Do or die – alles oder nichts! Für Alba Berlin heißt es am Ende: NICHTS! Die Berliner Basketballer verlieren das entscheidende zweite Spiel der Viertelfinal-Best-of-Three-Serie in der Basketball-Champions-League gegen den spanischen Titelverteidiger Unicaja Malaga. Mit 85:88 nach einer packenden Overtime endet die europäische Saison für den deutschen Rekord-Pokalsieger vorzeitig.

Heimserie nach über vier Jahren beendet

In der Max-Schmeling-Halle, benannt nach der Box-Legende, hatte Alba Berlin seit dem 22. März 2022 in europäischen Wettbewerben nicht mehr verloren. Ganze 15 Siege in Folge feierten die Berliner in ihrer Heimspielstätte – eine beeindruckende Serie, die nun mit diesem dramatischen Aus im Viertelfinale reißt. Das Final Four Anfang Mai in Badalona findet somit ohne die deutsche Vertretung statt.

Das Hinspiel in Malaga war bereits knapp mit 69:72 verloren gegangen. Das bedeutete: Nur ein Sieg im Rückspiel konnte Alba noch retten. Doch gegen den abgezockten spanischen Meister reichte es trotz einer atemberaubenden Aufholjagd nicht.

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Emotionaler Basketball-Krimi bis zur letzten Sekunde

Bis zur Halbzeit gaben die Berliner mit 36:34 den Ton an. Doch Dyn-Kommentator Chris Schmidt merkte kritisch an: „Angesichts der schwachen ersten Hälfte von Malaga ist diese Führung zu knapp.“ Im dritten Viertel drehten die Spanier, die in ihrer heimischen Liga nur Achter sind, den Spieß um und gingen mit 60:49 in das Schlussviertel.

Mitte des vierten Viertels beim Stand von 57:71 fragte Schmidt: „Erleben wir noch ein Basketball-Wunder in Berlin?“ Und tatsächlich: Alba kämpfte sich zurück und verkürzte 35 Sekunden vor Ende auf 72:74. Die Halle kochte vor Begeisterung!

Nach einer Auszeit der Spanier verteidigten die Berliner aggressiv und setzten Malaga unter Druck – ohne Korb! Neun Sekunden vor Schluss griff Berlin erneut an. Jack Kayil traf – doch die Schiedsrichter pfiffen Foul. Zwei Freiwürfe für den 20-Jährigen.

Der erste Versuch ging daneben! Bitter für die Berliner. Kayil warf absichtlich daneben, schnappte sich den zurückprallenden Ball, wurde gefoult – und bekam erneut zwei Freiwürfe zugesprochen. Schmidt kommentierte: „Ich brauche meine Herztropfen! Unfassbar! Besser als Kayil kann man den Freiwurf nicht danebenwerfen.“

Nur noch 1,8 Sekunden auf der Uhr. Kayil traf den ersten Freiwurf: 73:74. Schmidt: „Jaaaa, den lümmelt er rein.“ Nummer zwei – auch drin! 74:74! Wahnsinn!

Malaga hatte noch einen Wurf – daneben! Overtime! Schmidt: „Un-fucking-fassbar! Ich kriege Gänsehaut hier. Eine der größten Aufholjagden aller Zeiten.“

In der Verlängerung fehlte die Kraft

Doch in der Overtime fehlte Alba Berlin irgendwie die letzte Kraft, während sich Unicaja Malaga als abgezockter und erfahrener präsentierte. Am Ende stand es 85:88 für die Spanier – das Aus im Europapokal für die Berliner.

Positiv zu vermerken: Martin Hermannsson war nach seiner Adduktorenverletzung wieder im Kader und kam zum Einsatz. Doch auch sein Comeback konnte die Niederlage nicht verhindern.

Ein emotionaler Abend in der Max-Schmeling-Halle endet mit enttäuschten Gesichtern bei Alba Berlin. Die Europapokal-Träume sind geplatzt, die beeindruckende Heimserie beendet. Jetzt konzentrieren sich die Berliner auf die verbleibenden Wettbewerbe der Saison.

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