Alba Berlins Basketballerinnen ziehen Saison-Fazit: Pokalsieg überstrahlt Halbfinal-Aus
Die Basketballerinnen von Alba Berlin haben ihre Saison im Halbfinale der Meisterschaft beendet, ziehen dennoch ein überwiegend positives Fazit. Mit einer 51:54-Heimniederlage im dritten Spiel der Best-of-five-Serie gegen die Rutronik Stars Keltern war das Aus nach zwei deutlichen Niederlagen zuvor erwartbar. Kapitänin Lena Gohlisch beschrieb die Spielzeit als emotionale Achterbahnfahrt mit vielen Höhen und Tiefen.
Erster Pokalsieg als historischer Höhepunkt
Der erste Pokalsieg in der Vereinsgeschichte Anfang März im Finale gegen Keltern verleiht der gesamten Saison einen besonderen Glanz. „Das ist das, was diese Saison in Erinnerung behalten lässt“, betonte Gohlisch. Manager Marco Baldi unterstrich die Bedeutung dieses Titels: „Ein Titel ist immer etwas Großes. Dafür spielt man und das bleibt. Deshalb können wir letztlich mit der Saison insgesamt zufrieden sein.“
Der Saisonstart verlief für Alba Berlin zunächst enttäuschend mit vielen Momenten, in denen das Team hätte aufgeben können. Stattdessen kämpfte sich die Mannschaft zurück und fand in der Rückrunde mehr Stabilität. Ein wichtiger Faktor war dabei die nachträgliche Verpflichtung der deutschen Nationalspielerin Alina Hartmann im Januar, die neue Impulse brachte.
Kaderplanung für die kommende Saison
Nun steht für die Berlinerinnen die Planung für die neue Spielzeit im Mittelpunkt. Bis auf zwei Spielerinnen laufen alle Verträge zum Saisonende aus, was umfangreiche Gespräche erforderlich macht. Trainer Christ Cabrera kündigte an: „Jetzt müssen wir die Saison aufarbeiten und reden.“
Kapitänin Lena Gohlisch, deren Vertrag ebenfalls ausläuft, signalisierte bereits Interesse an einer Verlängerung. Die 32-Jährige erklärte: „Ich fühle mich superwohl hier und ich krieg superviel Vertrauen. Ich kann es mir auf jeden Fall gut vorstellen.“ Ihre mögliche Rückkehr wäre ein wichtiger Baustein für den Kader der kommenden Saison.
Diskussion über deutsche Spielerinnen in der Bundesliga
Manager Marco Baldi nutzte die Gelegenheit, um eine ligaweite Diskussion über die Bindung deutscher Topspielerinnen anzuregen. „Wir müssen uns fragen, wie können wir deutsche Topspielerinnen möglicherweise auch in Deutschland halten. Nicht die erste Garde, die in der NBA spielt, sondern die wirklich guten Spielerinnen, die im europäischen Ausland spielen“, forderte er. Dies erfordere strukturelle Überlegungen, die nicht nur Berlin, sondern die gesamte Liga betreffen.
Insgesamt hinterlässt die Saison bei Alba Berlin trotz des verfrühten Endes im Halbfinale positive Eindrücke. Der historische Pokalsieg, die Entwicklung des Teams in der Rückrunde und die Perspektiven für die Zukunft geben Anlass zu Optimismus. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie der Kader für die nächste Spielzeit zusammengestellt wird und ob wichtige Spielerinnen wie Lena Gohlisch dem Verein erhalten bleiben.



