Basketball-Sensation in Hamburg: Towers besiegen Bayern vor Rekordkulisse
Hamburger Towers besiegen Bayern vor Rekordkulisse

Basketball-Sensation in Hamburg: Towers besiegen Bayern vor Rekordkulisse

Diese Arena verleiht den Veolia Towers wahrhaftig Flügel! Für das Spiel des Jahres gegen den amtierenden Meister FC Bayern München waren Hamburgs Basketballer in die größte Halle der Stadt umgezogen – und schafften die absolute Sensation. Der Tabellen-16. spielte sich in einen regelrechten Rausch, schlug den Tabellenführer mit einem deutlichen 96:81 (48:42) und machte damit einen riesigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga (BBL).

Standing Ovations und Hamburger Hymne

Als die letzten Sekunden des Spiels heruntertickten, gab es in der voll besetzten Arena stehende Ovationen für die Heimmannschaft. Aus den Boxen dröhnte bei der Ehrenrunde der passende Song „Ahnma“ von Beginner: „Wir packen Hamburg wieder auf die Karte!“ – eine Botschaft, die an diesem Abend besondere Bedeutung erhielt.

Garniert wurde die Arena-Party mit einem neuen Hamburger Zuschauerrekord: 12.570 Fans feierten die Überraschung. Unter den Zuschauern befanden sich zahlreiche Prominente wie Sänger Johannes Strate von den Revolverhelden, der zweifache Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste, Handball-Legende Jogi Bitter und die ehemalige Germanys-Next-Topmodel-Gewinnerin Lovelyn Enebech.

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Matchwinner Ogbe und strahlender Boss Willoughby

„Es fühlt sich einfach nur gut an, dass wir den Sieg vor so einer Kulisse holen“, freute sich Matchwinner Kenneth Ogbe nach dem Spiel. „Das hat unglaublich Spaß gemacht.“ Towers-Boss Marvin Willoughby strahlte ebenfalls: „Wir haben wieder gezeigt, dass wir Arenen vollmachen können. Das ist für mich nicht selbstverständlich.“

Bereits vor dem Spiel gab es gute Nachrichten für die Towers: Per Videowürfel verkündete der Verein die Vertragsverlängerung von Verteidiger Osaro Rich (27). Der Hamburger hatte auch Angebote von anderen BBL-Klubs, entschied sich aber für seinen Heimatverein und unterschrieb für weitere zwei Jahre bis 2028.

Spielverlauf: Towers dominieren von Beginn an

Nach anderthalb nervösen Anfangsminuten kamen die Hausherren schnell ins Rollen. Die Bayern taten sich nach der Doppelspielwoche in der Euroleague zunächst schwer, defensiv die nötige Intensität aufzubringen. Zudem wollten die Distanzwürfe der Münchner nicht fallen.

So spielten sich die Towers einen kleinen Vorsprung heraus, der im zweiten Viertel bis auf elf Punkte anwuchs (39:28/15.). Wesentlichen Anteil daran hatte Kenneth Ogbe: Der Flügelspieler versenkte im zweiten Viertel vier Dreier in Folge und stellte damit seine persönliche Bestmarke ein. „Ich habe ein paar Dinger draufgeworfen, ohne nachzudenken. Das war ganz gut“, kommentierte Ogbe seine Leistung.

Taktische Meisterleistung gegen müde Bayern

Towers-Trainer Barloschky analysierte: „Wir haben vorher gesagt, wir wollen genau die Mannschaft sein, gegen die Bayern München an diesem Tag nicht spielen möchte. Das hat mit viel Aggressivität, mit viel Investment zu tun. Man darf nicht vergessen, dass Bayern gerade eine Doppelwoche in der Euroleague in den Knochen hatte.“

Nach der Halbzeit zogen die Münchner zwar die Intensität an, leisteten sich aber offensiv weiter viele leichte Fehler. So konnten die Towers ihren Vorsprung verteidigen (57:50/27.). LJ Thorpe sorgte im Alleingang für einen wichtigen 8:0-Lauf (69:59), der die Bayern auf Distanz hielt.

Persönliche Rekorde und historische Meilensteine

Auf jeden kleinen Lauf der Bayern hatten die Towers eine Antwort parat. Und sie hatten weiterhin Kenneth Ogbe: Mit seinem fünften Dreier stellte er im Schlussviertel einen persönlichen Rekord auf. Als direkt danach auch Ross Williams aus der Distanz traf (77:67/34.), explodierte die Halle erneut.

Topscorer der Towers wurde LJ Thorpe mit 24 Punkten. Für Bayern traf Andreas Obst (22 Punkte) am besten. In der 36. Minute verwandelte der Weltmeister zudem den 700. Dreier seiner Karriere – ein historischer Meilenstein, den in der Geschichte der Liga nur Rickey Paulding (1073), Julius Jenkins (934) und Pascal Roller (709) übertroffen haben.

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Klassenerhalt noch nicht besiegelt

Für die Bayern ändert sich nach der vierten Niederlage der Saison zunächst nichts an der Tabellenspitze. Towers-Boss Willoughby wollte jedoch noch keine Glückwünsche zum Klassenerhalt entgegennehmen: „Wir haben gesagt, rein rechnerisch brauchen wir zwölf Siege, um absolut sicher zu sein. Dafür müssen wir noch zwei Spiele gewinnen.“

Die Sensation gegen den FC Bayern München bleibt dennoch ein unvergesslicher Moment für die Veolia Towers Hamburg und ihre Fans – ein Beweis, dass in der Basketball-Bundesliga an jedem Spieltag Überraschungen möglich sind.