Muskel-Gipfel bei Werder: Wer löst das Verletzungsproblem?
Muskel-Gipfel bei Werder: Lösung gesucht

Werder Bremen: Muskelverletzungen im Fokus

Neben dem missglückten Transfersommer ist eine weitere Ursache für die Zitter-Saison von Werder Bremen die immense Verletzungsflut. Bereits seit der Vorbereitung begleiten Ausfälle das Team. Weder Horst Steffen noch Daniel Thioune hatten durchgängig die Qual der Wahl. Während einige Blessuren wie Demans Knöchelbruch oder Agus Syndesmosebandriss als unvermeidbare Unfälle gelten, fällt die hohe Anzahl muskulärer Verletzungen auf. Diese gelten als reduzierbar oder sogar vermeidbar. Daher besteht dringender Klärungsbedarf. Manager Clemens Fritz kündigte an: „Wir werden das Thema Verletzungen in der Saisonanalyse genau diskutieren, um es besser in den Griff zu bekommen.“

Ursachensuche und Lösungsansätze

Nach der Saison sollen Antworten auf den Tisch kommen. Fragen sind: Wollen angeschlagene Spieler zu schnell zu viel? Führt der Trainerwechsel mit neuen Reizen zu Problemen? Zieht der zermürbende Abstiegskampf den Spielern vom Kopf in die Beine? Oder gibt es Defizite in der Trainingssteuerung? All dies sind Ansätze oder Teilerklärungen für die Häufung von Ausfällen, die Werders sportliche Schlagkraft geschwächt haben. Thioune betonte: „Wir werden sicher analysieren und perspektivisch auch Dinge verändern müssen. Manches ergibt sich aus Belastungssteuerungen und Lebensgewohnheiten der Spieler. Man darf alles hinterfragen. Es sind einfach zu viele Ausfälle.“ Diese Aussage birgt Zündstoff, da sie nahelegt, dass mancher Profi seine Verletzung mitzuverantworten hat.

Hausgemachte Probleme und aktuelle Ausfälle

Zur Wahrheit gehört, dass Werder von Haus aus verletzungsanfällige Spieler wie Wöber und Boniface unter Vertrag genommen oder mit Spielern wie Stark und Pieper verlängert hat. Dieser Teil des Problems ist hausgemacht, erklärt aber nicht alles. Aktuell klagen Kapitän Marco Friedl (Adduktoren), Niklas Stark (Hüfte), Jens Stage sowie Leo Bittencourt und Felix Agu (alle muskuläre Probleme) über Beschwerden. Woche für Woche fehlen Thioune so personelle Optionen, was ihn zum Improvisationskünstler macht. Dies soll in der kommenden Saison anders sein.

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