Erstes Geständnis im NBA-Glücksspielskandal: Damon Jones legt Schuldbekenntnis ab
NBA-Skandal: Ex-Profi Damon Jones gesteht

Damon Jones gesteht im NBA-Glücksspielskandal

Im spektakulären Glücksspielskandal der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA hat erstmals ein Angeklagter ein Geständnis abgelegt. Der ehemalige NBA-Profi und spätere Assistenztrainer Damon Jones bekannte sich am Dienstag vor einem Bundesgericht in Brooklyn in zwei Anhörungen schuldig. Er räumte ein, Insiderkenntnisse zum Nachteil von Sportwettenanbietern genutzt und persönliche Kontakte zur Besetzung von manipulierten Poker-Veranstaltungen eingesetzt zu haben. Das Urteil gegen den 49-Jährigen, der zunächst alle Vorwürfe bestritten hatte, wird für Januar 2027 erwartet.

Hintergründe des Geständnisses

„Wie seine Schuldbekenntnisse zeigen, hat Damon Jones seinen Ruhm und seine Verbindungen zum Profibasketball in eine vielschichtige kriminelle Wettoperation verwandelt“, erklärte US-Staatsanwalt Joseph Nocella nach dem Ende der Anhörungen. Die Höchststrafe für Wettbetrug liegt bei 27 Monaten Haft, während ihm wegen der mafiösen Poker-Machenschaften bis zu sechseinhalb Jahre Gefängnis drohen. Aufgrund seines Geständnisses darf Jones jedoch auf ein milderes Strafmaß hoffen.

Jones ist einer von bislang sechs Angeklagten in diesem Fall. Zu den Beschuldigten gehört auch Terry Rozier von den Miami Heat. Insgesamt sind rund 30 Personen in die Affäre verwickelt. „Ich möchte mich aufrichtig beim Gericht, bei meiner Familie, meinen Kollegen und auch bei der NBA entschuldigen“, sagte Jones laut US-Medien während der ersten Anhörung.

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Jones‘ Karriere und Verbindung zu LeBron James

Eine von elf NBA-Stationen in Jones‘ Profilaufbahn waren zwischen 2005 und 2008 die Cleveland Cavaliers. Dort spielte er an der Seite von Superstar LeBron James. Den Kontakt zu dem US-Idol setzte Jones später auch ein, um Buchmacher durch seine Informationen etwa über Verletzungen zu hintergehen. Nach seiner aktiven Karriere wurde Jones Assistenzcoach und arbeitete während des zweiten James-Engagements in Ohio von 2016 bis 2018 erneut für die Cavaliers. In der Saison 2022/23 fungierte Jones für James als persönlicher Trainer, nachdem der Star zu den Los Angeles Lakers gewechselt war. Allerdings arbeitete Jones auf privater Basis für den Topstar und ohne offizielle Anstellung bei den Kaliforniern.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die dunklen Seiten des Profisports und zeigt, wie schnell Ruhm und Verbindungen in kriminelle Machenschaften führen können. Die NBA hat sich zu dem Fall bislang nicht abschließend geäußert, doch die Liga verfolgt die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit.

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