Nowitzki träumt von Teamup mit Weltmeister-Generation
Die deutsche Basketball-Legende Dirk Nowitzki hat in einem exklusiven Medientermin in Berlin einen besonderen Wunsch geäußert: Er hätte es als äußerst reizvoll empfunden, in seiner aktiven Zeit mit der aktuellen Weltmeister-Generation um Dennis Schröder und Franz Wagner zusammenzuspielen. „Wenn man mal zurückträumt: Das wäre schon cool, mal in meiner Prime ein Spiel mit denen zu spielen. Aber so funktioniert das Leben leider nicht“, erklärte Nowitzki am Montagabend bei einer Veranstaltung des Weltverbandes FIBA.
Historische Verbindung und feierliche Ehrung
Interessanterweise gab es bereits eine kurze Überschneidung in Nowitzkis Karriere: Mit Dennis Schröder spielte er noch bei der EM 2015 in Berlin zusammen, bevor er seine Nationalmannschaftslaufbahn beendete. Genau an diesem historischen Ort wird der 47-jährige NBA-Champion von 2011 am Dienstag in einer feierlichen Zeremonie in die Hall of Fame der FIBA aufgenommen. Diese Ehrung hat für Nowitzki eine tiefe persönliche Bedeutung, da seine internationale Karriere bei der FIBA begann.
„Das bedeutet mir natürlich viel. Mit der FIBA ging damals alles los für mich. Ich kann mich noch erinnern: Kadettennationalmannschaft, U16, U18. Da ging so ein bisschen meine Reise los, bevor überhaupt die NBA kam. Deswegen habe ich mich wahnsinnig gefreut, als der Anruf kam“, berichtete der ehemalige Star der Dallas Mavericks, der 2002 WM-Bronze und 2005 EM-Silber mit Deutschland gewann.
Zukunftsvisionen und Mentorenrolle
Für seine Zukunft kann sich Nowitzki durchaus vorstellen, eine Mentorenrolle ähnlich der von Holger Geschwindner zu übernehmen, der ihn einst betreute. „Ob ich so gut bin oder werden kann wie der Holger, weiß ich nicht. Aber das würde ich gerne irgendwann probieren“, sagte er. Aktuell sieht die Realität jedoch anders aus: Seine eigenen Kinder sind im Alter, in dem sie mit Sport beginnen, und jedes Wochenende ist mit Basketball, Fußball und Tennis ausgefüllt.
„Im Moment habe ich nicht die Zeit. Wenn ich so etwas mache, muss das schon Vollzeit sein“, erklärte Nowitzki, der nebenbei als TV-Experte bei Amazon Prime tätig ist. Dennoch zeigte er sich offen für die Idee, als Mentor für Deutschlands Top-Talent Hannes Steinbach zu fungieren. „Ja, natürlich. Wenn er das will. Er weiß, dass ich nur einen Anruf von ihm entfernt bin“, sagte Nowitzki mit einem Lächeln.
Persönliche Verbindung zu jungem Talent
Der 19-jährige Steinbach, der beim kommenden NBA-Draft den Sprung in die Profiliga schaffen könnte, stammt wie Nowitzki aus Würzburg. Diese regionale Verbindung unterstreicht die besondere Beziehung: Der Superstar kennt den Youngster laut eigener Aussage seit dessen Geburt. Diese persönliche Note macht die potenzielle Mentorenschaft noch bedeutsamer und zeigt Nowitzkis anhaltendes Engagement für den deutschen Basketball.
Insgesamt bleibt Dirk Nowitzki auch nach seinem Karriereende eine prägende Figur im deutschen Sport. Seine Träume von einem Teamup mit der Weltmeister-Generation und seine Überlegungen zur Mentorenrolle verdeutlichen seine tiefe Verbundenheit mit dem Basketball und seiner Entwicklung in Deutschland.



