WNBA Expansion Draft: Deutsche Center müssen umziehen
Die deutschen Basketball-Nationalspielerinnen Nyara Sabally und Luisa Geiselsöder wurden im Expansion Draft der Women's National Basketball Association (WNBA) ausgewählt und müssen kurzfristig ihre Teams wechseln. Beide 26-jährigen Center stehen vor einem Neuanfang bei den beiden neu gegründeten Franchises der nordamerikanischen Frauen-Profiliga.
Sabally wechselt nach Kanada
Nyara Sabally, die jüngere Schwester von Phoenix Mercury-Star Satou Sabally, verlässt die New York Liberty und wird zum ersten kanadischen Team der Liga, den Toronto Tempo, transferiert. In New York hatte sie zuletzt gemeinsam mit ihrer Nationalmannschaftskollegin Leonie Fiebich gespielt und mit ihr im Jahr 2024 die begehrte Meisterschaft gewonnen. Dieser Erfolg markierte einen Höhepunkt in ihrer bisherigen Karriere in der Big Apple.
Geiselsöder geht nach Portland
Luisa Geiselsöder, die zuvor für die Dallas Wings aktiv war, wurde von den Portland Fire ausgewählt. Damit erhält das neue Franchise aus Oregon eine erfahrene Center-Spielerin, die bereits WNBA-Erfahrung mitbringt. Interessanterweise standen beim Expansion Draft alle vier deutschen WNBA-Profis zur Auswahl, doch nur Sabally und Geiselsöder wurden tatsächlich von den neuen Teams gewählt. Satou Sabally und Leonie Fiebich bleiben bei ihren bisherigen Teams, den Phoenix Mercury beziehungsweise den New York Liberty.
Hintergründe des Expansion Drafts
Der Expansion Draft fand bereits zum zweiten Mal in Folge statt, nachdem im Vorjahr die Golden State Valkyries der Liga beigetreten waren. Diesmal wurden gleich zwei neue Franchises aufgenommen: die Toronto Tempo und die Portland Fire. Der Top-Pick des Drafts ging per Münzwurf an Portland, das sich die Dienste der kanadischen Nationalspielerin Bridget Carleton sicherte. Die neue Saison der WNBA soll Anfang Mai beginnen, was den Spielerinnen nur begrenzte Zeit zur Vorbereitung mit ihren neuen Teams lässt.
Erst kürzlich hatten sich die Liga und die Spielerinnengewerkschaft auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt, der bessere Arbeitsbedingungen und Vergütungen für die Athletinnen vorsieht. Dieser Vertragsabschluss schafft stabile Rahmenbedingungen für die expandierende Liga.
Ziele der neuen Franchises
Die Verantwortlichen beider neuer Teams zeigten sich optimistisch, schnell den Anschluss an die etablierten Franchises zu finden. „Mit dieser Mannschaft können wir vom ersten Tag an konkurrenzfähig sein und uns gleichzeitig weiterentwickeln“, erklärte Monica Wright Rogers, General Manager der Toronto Tempo. Diese Aussage unterstreicht den ambitionierten Ansatz, mit dem die neuen Teams in die Saison starten wollen.
Die Integration erfahrener Spielerinnen wie Sabally und Geiselsöder soll dabei helfen, von Beginn an wettbewerbsfähig zu sein. Beide deutschen Center bringen internationale Erfahrung und physische Präsenz unter dem Korb mit, was für die neuen Franchises von unschätzbarem Wert sein dürfte.



