Bützow saniert zwei Sporthallen für 3 Millionen Euro: Komfort und Energieeffizienz im Fokus
Bützow saniert Sporthallen für 3 Millionen Euro

Bützow investiert drei Millionen Euro in Sporthallen-Sanierung

Die Stadt Bützow hat einen bedeutenden Beschluss gefasst: Zwei wichtige Sporthallen im Stadtgebiet werden umfassend saniert. Im Fokus stehen dabei die Wilhelm-Schröder-Sporthalle im Vierburgweg und die Sporthalle am Rühner Landweg. Bürgermeister Christian Grüschow betont: „Die Priorität liegt eindeutig auf der Wilhelm-Schröder-Sporthalle.“ Diese 1975 errichtete Halle gilt als nicht mehr zeitgemäß, spielt jedoch eine zentrale Rolle für Vereins-, Breiten- und Schulsport in der Region.

Drei Millionen Euro für energetische Modernisierung

Die geplante Sanierung umfasst ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit einem Gesamtvolumen von rund drei Millionen Euro. Schwerpunkte bilden die energetische Sanierung der Gebäudehülle sowie die Erneuerung der technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Klima und Beleuchtung. An der Südwestseite der Wilhelm-Schröder-Halle ist zudem ein eingeschossiger Erweiterungsbau vorgesehen, der neue Umkleiden, Sanitärbereiche, eine Küche und Lagerflächen bieten soll.

Weitere geplante Verbesserungen umfassen ein barrierefreies Treppenhaus mit Aufzug, angepasste Umkleide- und Sanitärbereiche sowie eine flächendeckende Brandmeldeanlage. Auch Fluchtwege und relevante Bauteile werden brandschutztechnisch ertüchtigt. Mit diesen Maßnahmen soll der sichere und langfristige Betrieb der 2.525 Quadratmeter großen Sporthalle gewährleistet werden.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Bauabschnitte sollen Einschränkungen minimieren

Die Sanierung wird zwangsläufig zu Einschränkungen für Sportvereine und Schulen führen. Bürgermeister Grüschow erklärt dazu: „Es muss verschiedene Bauabschnitte geben, um möglichst wenig Einschränkungen zu haben. Ich könnte mir vorstellen, dass man zunächst den Erweiterungsbau realisiert, um bereits Ausweichmöglichkeiten für Umkleiden zu schaffen.“ Der Austausch der großen Fensterfronten könnte beispielsweise in den Ferienzeiten erfolgen, um den Schul- und Vereinssport weniger zu beeinträchtigen.

Die Stadt Bützow leistet bei der Wilhelm-Schröder-Sporthalle einen Eigenanteil von 1,1 Millionen Euro. Grüschow zeigt sich optimistisch: „Drei Millionen Euro können wir aus eigener Kraft nicht stemmen. Aber die Förderkulisse hat sich deutlich verbessert im Vergleich zu vor einem Dreivierteljahr.“ Voraussetzung für Fördermittel sind jedoch bestimmte Planleistungen, die erfüllt werden müssen.

Zweite Sporthalle am Rühner Landweg ebenfalls sanierungsbedürftig

Parallel zur Wilhelm-Schröder-Halle besteht auch bei der Anfang der 1980er-Jahre erbauten Sporthalle am Rühner Landweg dringender Handlungsbedarf. Erhebliche Defizite zeigen sich insbesondere bei der Gebäudehülle, der Haustechnik, der Barrierefreiheit und dem Hallenfußboden. Auch dieser Standort wird aktuell intensiv für Schul- und Vereinssport genutzt.

Thilo Bansner von den Handballern zeigt sich gelassen: „Wir suchen dann nach Lösungen, wenn es so weit ist.“ Die Sportvereine müssen sich darauf einstellen, dass die Sanierungsarbeiten ihren Trainings- und Spielbetrieb vorübergehend beeinträchtigen werden. Neben den beiden zu sanierenden Hallen gibt es in Bützow noch die Sporthalle am Gymnasium, die jedoch bereits stark ausgelastet ist und vom Landkreis Rostock verwaltet wird.

Mit dem Neubau der Regionalen Schule neben der Wilhelm-Schröder-Sporthalle wird die Hallenauslastung voraussichtlich noch weiter steigen, was die Bedeutung der Sanierungsmaßnahmen zusätzlich unterstreicht. Die Stadtverwaltung arbeitet nun an der Ausschreibung der Planungsleistungen, wobei die komplexere Sanierung der größeren Wilhelm-Schröder-Halle priorisiert wird.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration