Der Frauenlauf in Neubrandenburg ist ein emotionales Ereignis, kein Wettkampf. Bereits zum 15. Mal gingen hunderte Frauen für die gute Sache an den Start. Was einst an der Hintersten Mühle begann, ist längst Tradition in der Vier-Tore-Stadt. Seit 2010 gibt es den Lauf, und damals wie heute „zählt jeder Schritt“, betont Andrea Anna aus dem Organisationsteam.
Gemeinschaftsgefühl steht im Vordergrund
Gemeinsam mit Angelika Schlender-Kamp und Regine Stieger organisiert sie den Frauenlauf. Die Strecke kann ohne Zeitdruck in jedem Tempo absolviert werden. Im Mittelpunkt steht nicht die sportliche Leistung, sondern das Gemeinschaftsgefühl. Auch die Teilnehmerinnen sehen das so: Es geht um die Spendenaktion. Einige Läuferinnen sind selbst an Krebs erkrankt oder genesen, fast jede kennt eine betroffene Frau. „Für alle Genesenen, Erkrankten oder Verstorbenen, die schmerzlich vermisst werden“, wird gelaufen, so Andrea Anna.
Rund 1850 Teilnehmerinnen bei Sonnenschein
Am Sonntag, den 3. Mai, liefen oder walkten etwa 1850 Frauen bei strahlendem Sonnenschein durch den Kulturpark. Niemand wurde ausgeschlossen: Mütter mit Kinderwagen, Babys in Tragetüchern, Frauen im Rollstuhl und alle Altersgruppen nahmen teil. Die ältesten Teilnehmerinnen waren 86 und 87 Jahre alt, berichtet Andrea Anna.
Spenden für das Brustzentrum
Die Spenden des Laufs gehen an das Brustzentrum des Dietrich-Boenhoffer Klinikums in Neubrandenburg. In diesem Jahr kamen 19.813 Euro für den guten Zweck zusammen. Für die Organisatorinnen ist das ein großer Erfolg und ein Zeichen der Solidarität im Kampf gegen Krebs.



