Neue Stege: Lehrpfad zur Radegastquelle in Gadebusch wieder begehbar
Lehrpfad zur Radegastquelle wieder begehbar

Gute Nachricht für Naturfreunde und solche, die es werden sollen: In der drittältesten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns ist ein Naturlehrpfad zur Radegastquelle wiederhergestellt worden. Mitarbeiter des Gadebuscher Bauhofes waren in den vergangenen Wochen damit beschäftigt, den Pfad wieder begehbar zu machen. Dabei errichteten sie auch zwei neue Stege aus Eichenholz.

Wanderstrecke bis zur Quelle ist drei Kilometer lang

Von jetzt an ist ein etwa drei Kilometer langer Wanderweg vom Parkplatz Lübsche Straße bis zur Radegast-Quelle wieder begehbar. Wer die Natur in diesem Bereich erkunden möchte, sollte festes Schuhwerk dabeihaben. Der Weg führt durch abwechslungsreiche Landschaften und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Beobachtung der heimischen Flora und Fauna.

„Wir haben uns die größte Mühe gegeben, um den Lehrpfad vom Schwarzen Weg bis zur Quelle wieder in Ordnung zu bringen“, sagt Jens Zollhöfer vom Gadebuscher Bauhof. Er hofft, dass viele Menschen diesen Weg nutzen werden. Bei ihren Touren können sie auf Sitzbänken verweilen oder sich auf Hinweistafeln über den Lebensraum informieren.

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Quelle der Radegast liegt südlich von Gadebusch

Die 34 Kilometer lange Radegast entspringt aus einer Quelle südlich der Münzstadt und mündet bei Börzow in der Nähe von Grevesmühlen in die Stepenitz. Im gesamten Radegasttal kommen etwa 550 Pflanzen vor, viele davon sind geschützt oder gefährdet. Das obere Radegasttal, zwischen der Quelle bis zum Neddersee, wird neben den Gewässerbiotopen insbesondere durch feuchte und frische Grünlandflächen, Großseggenriede, feuchte Hochstaudenflure und Röhrichte geprägt. Jedes dieser Biotope ist Lebensraum von speziell angepassten Pflanzen und Tieren.

140 Pflanzenarten im Quellgebiet

Dass sich eine Erkundungstour bis zur Radegastquelle lohnt, darauf verweist auch Bauhof-Leiter André Cravan-Kautzky. Allein im Quellgebiet kommen rund 140 Pflanzenarten vor. Zu den gefährdeten Arten gehören etwa Flaumhafer, Wiesen-Schaumkraut, Sumpf-Pippau, Gemeine Natternzunge, Blutwurz und Teufelsabbiss. André Cravan-Kautzky empfiehlt daher Naturfreunden und Wanderern, bei ihren Touren eine Fotokamera mitzunehmen. Zumal es auch Fasane und Störche zu beobachten gibt.

Teile des Weges waren nicht mehr begehbar

Bereits vor etlichen Jahren war dieser Naturlehrpfad einst angelegt worden. Doch irgendwann geriet er in Vergessenheit, Teile des Weges wucherten zu, Querungen wurden marode und waren nicht mehr nutzbar. Im Herbst 2025 startete ein Bauhof-Team daraufhin eine erste Erkundungstour, um sich einen Überblick über notwendige Arbeiten zu verschaffen. In den vergangenen Wochen machten sich Mitarbeiter des Bauhofs dann an die Arbeit. Sie schnitten eine Hecke teilweise zurück, setzten Mähtechnik ein und errichteten die 1,25 Meter breiten Querungen aus Holz.

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