Lauf, Oliver, lauf! Eine besondere Aktion rund um das Bundesliga-Spiel zwischen RB Leipzig und Union Berlin am Freitagabend sorgte für Aufsehen. Die Gastgeber aus Sachsen bewarben den Charity-Lauf „Wings for Life World Run“ und hatten sich dafür etwas Außergewöhnliches einfallen lassen.
Mintzlaff läuft am Seitenrand
Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff (50) schwitzt während des Spiels für das wohltätige Event am Seitenrand. Dafür steht neben der Trainerbank von Ole Werner (37) ein Laufband. Während der RB-Coach seine Mannschaft zum fünften Sieg in Folge führen will, spult sein Chef – Mintzlaff ist auch Leipziger Aufsichtsratsboss – zusammen mit Red-Bull-Racing-Kommunikationschef Benjamin Ippoliti in unmittelbarer Nähe Kilometer ab.
Mintzlaff, ehemaliger Langstreckenläufer, erklärte am Stadionmikro: „Als die Idee von der Marketingabteilung kam, habe ich gedacht: Um Gottes Willen. Aber dann habe ich nachgedacht: Querschnittlähmung ist der größte Einschnitt, den man im Leben haben kann. Dann habe ich gesagt, wenn ich mit meiner Person helfen kann, den ein oder anderen für den Lauf zu motivieren, dann mache ich das gerne. Und am Ende ein bisschen mehr zu laufen als die Mannschaft.“
Champions-League-Kampf
Die Vorzeichen für das Spiel sind klar. Für die ambitionierten Leipziger zählt im Rennen um die Champions League nur ein Sieg. Mintzlaff: „Ich hoffe, dass ich die Nerven behalte und ein tolles Spiel sehe. Leipzig ist gewohnt, international zu spielen. Wir wollen wieder in die Champions League und heute einen großen Schritt dafür machen.“
Damit Mintzlaff die Partie trotz eingeschränkten Blickwinkels aufs Spielfeld mitverfolgen kann, steht neben dem Laufband ein Monitor. Übrigens nicht das erste Mal, dass der Red-Bull-CEO mit gutem Beispiel vorangeht. Vor zehn Jahren absolvierte Mintzlaff, damals noch als Klub-Boss in Leipzig, ein Läufer-Training mit Fans in Vorbereitung auf den „Wings for Life World Run“.



