EHC Red Bull München vor historischer Aufgabe: Playoff-Wunder gegen Adler Mannheim nötig
EHC München braucht Playoff-Wunder gegen Adler Mannheim

EHC Red Bull München vor historischer Aufgabe: Playoff-Wunder gegen Adler Mannheim nötig

Der EHC Red Bull München spielt stark, verliert aber auch das dritte Halbfinale gegen die Adler Mannheim und steht nun mit 0:3 in der Serie vor dem Aus. Noch nie in der 31-jährigen Geschichte der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist es einem Team gelungen, einen solchen Rückstand aufzuholen und weiterzukommen. Doch Stürmer Markus Eisenschmid bleibt optimistisch und sagt: "Wir schaffen das."

Pechnachfolge in den ersten drei Spielen

In leichter Abwandlung eines legendären Fußballspruchs lässt sich die Serie beschreiben: "Hast du Pech an der Kufe, hast du Pech an der Kufe." In den Partien eins und zwei war der EHC jeweils die spielbestimmende Mannschaft, führte auch, verlor aber beide Male in der Verlängerung mit 2:3. Auch in Spiel drei diktierten die Münchner das Geschehen, doch das Glück war ihnen erneut nicht hold. Die Red Bulls als Pech-Bullen – und manchmal auch als Chancenwucher-Bullen.

Schütz wird zum Schreckgespenst für den EHC

Nach einem torlosen ersten Drittel erzielte Ex-EHCler Justin Schütz, der schon den Siegtreffer in Spiel zwei markiert hatte, 46 Sekunden vor Ende des zweiten Durchgangs das 1:0. München schlug im dritten Abschnitt nach 80 Sekunden durch Yasin Ehliz zurück. Doch elf Minuten später war wieder Schütz zur Stelle und machte es 2:1. Anthony Greco und Tom Kühnhackl (jeweils 59. Minute) setzten mit zwei Empty-Net-Treffern den Schlusspunkt – 4:1.

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Historische Herausforderung und Teamgeist

Doppelpacker Schütz kommentierte: "Das will ich gar nicht hören, wenn man über so etwas redet, ist man schnell gejinxt – verhext. Die Münchner wissen, dass sie die ersten beiden Spiele vielleicht sogar hätten gewinnen müssen. Wir dürfen die Red Bulls jetzt nicht mehr zurückkommen lassen." Eisenschmid glaubt dennoch an das Wunder: "Wir schaffen das, weil wir gut gespielt haben – und viel gelernt haben."

Der EHC steht mit dem breiten Rücken zur Wand. Weder die Geschichte noch die bisherige Chancenverwertung machen groß Hoffnung. Eisenschmid sprach die größte Schwäche an: "Vor allem in Überzahl müssen wir einfach besser sein, unsere Chancen auch mal nutzen. Wenn wir es nicht schaffen, die Scheibe auch mal ins Tor zu bringen, können wir nicht gewinnen." Er betonte, dass die Mannschaft nun vier Entscheidungsspiele vor sich habe und aus den letzten Partien gelernt habe.

Wie gelehrig sie wirklich waren, wird sich am Dienstag um 19:30 Uhr im SAP Garden zeigen – oder auch nicht. Es heißt jetzt: siegen – viermal – oder fliegen.

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