Deutsches Eishockey-Nationalteam verliert zweiten WM-Test in Tschechien
Das deutsche Eishockey-Nationalteam hat auch das zweite Vorbereitungsspiel auf die Weltmeisterschaft in Tschechien verloren. Am Freitagabend unterlag die noch stark ersatzgeschwächte Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes in Karlsbad mit 1:4 (0:2, 0:1, 1:1). Für die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis erzielte lediglich Daniel Fischbuch von den Iserlohn Roosters in der 58. Minute den Ehrentreffer.
Chancenlose Leistung nach erstem Testspiel
Bereits am Donnerstag hatte Deutschland gegen die Tschechen mit 3:5 (0:1, 2:1, 1:3) verloren. Doch während dieses Spiel noch ausgeglichener verlief, zeigte sich das deutsche Team am Freitag völlig chancenlos. Die Tschechen agierten mit deutlich mehr Zug zum Tor und waren insbesondere im Powerplay überlegen. Anders als noch am Vortag konnten die deutschen Spieler kaum gefährliche Offensivaktionen entwickeln.
Fehlende Leistungsträger belasten Vorbereitung
Vier Wochen vor dem WM-Start in der Schweiz muss die DEB-Auswahl weiterhin auf zahlreiche Leistungsträger verzichten. Besonders schmerzlich ist der Ausfall von Spielern der DEL-Halbfinalisten Berlin, München, Mannheim und Köln, die noch in den Playoffs gebunden sind. Zudem fehlen mögliche Verstärkungen aus der nordamerikanischen NHL, die erst später zur Mannschaft stoßen werden. Diese personellen Engpässe beeinträchtigen die Vorbereitung erheblich.
Weitere Testspiele in der Vorbereitungsphase
In der kommenden Woche stehen zwei weitere Testspiele gegen die Slowakei auf dem Programm. Am 23. April trifft das deutsche Team in Kaufbeuren auf den Gegner, gefolgt von einem Spiel in Augsburg am 25. April. Anschließend folgen Begegnungen gegen Österreich am 30. April und 2. Mai. Den Abschluss der Vorbereitung bildet ein Spiel gegen Weltmeister und Olympiasieger USA am 10. Mai, das bei MagentaSport übertragen wird. Die Weltmeisterschaft beginnt für die deutsche Auswahl am 15. Mai um 16:20 Uhr in Zürich mit dem Auftaktspiel gegen Finnland.
Bundestrainer Harold Kreis und sein Team haben somit noch knapp vier Wochen Zeit, die Mannschaftsstruktur zu festigen und die fehlenden Spieler zu integrieren. Die bisherigen Testspiele zeigen deutlich, dass noch erheblicher Verbesserungsbedarf besteht, um bei der WM in der Schweiz konkurrenzfähig zu sein.



