Der Puck ist weit weg. Statt um Schüsse und Zweikämpfe auf dem Eis drehen sich die Gedanken von Sergej Stas um Schrauben und Schweißarbeiten. Der 34-jährige Deutsch-Belarusse, der sieben Jahre lang das Trikot der Saale Bulls trug, hofft auf Wärme und Sonnenschein. Auf der Peißnitz, direkt hinter der Brücke, betreibt er mit seiner Frau Vesta eine kleine Anlage mit Elektroautos für Kinder. Zum Saisonstart an Ostern war der Andrang groß. „Es war super, viele Familien waren da. Wir haben Schokolade verteilt“, sagt der Ex-Kapitän.
Kein neuer Vertrag bei den Saale Bulls
Sergej Stas war der dienstälteste Spieler bei den Bulls und prägte den Verein sieben Jahre lang. Doch zuletzt spielte er nur noch eine Nebenrolle. Nun ist Schluss: Der Eishockey-Oberligist bot ihm keinen neuen Vertrag an. Der Stürmer, der einst aus der DEL2 vom EHC Freiburg zu den Bulls kam, muss sich neu orientieren. Seine sportliche Zukunft lässt er noch offen. Bleibt er nach dem Aus dennoch in Halle oder heuert er bei einem neuen Klub an?
Neue Geschäftsidee auf der Peißnitz
Parallel zur sportlichen Karriere hat Stas bereits eine berufliche Perspektive entwickelt. Die Anlage mit Elektroautos für Kinder auf der Peißnitz ist ein Erfolgsmodell. „Wir haben viele Familien angezogen“, freut sich der Familienvater. Ob er weiterhin auf dem Eis stehen wird, ist ungewiss. Fest steht: Der 34-Jährige hat in Halle eine neue Heimat gefunden – sowohl privat als auch geschäftlich. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob er noch einmal die Schlittschuhe schnürt oder sich ganz auf das Unternehmertum konzentriert.



