Fragezeichen im deutschen WM-Kader: Seider und Müller unsicher
Fragezeichen im deutschen WM-Kader

Mannheim – Auch neun Tage vor dem Beginn der Eishockey-Weltmeisterschaft gibt es im deutschen Kader noch etliche Fragezeichen. Bundestrainer Harold Kreis muss auch im letzten WM-Test am Sonntag in Mannheim gegen Titelverteidiger und Olympiasieger USA auf die Meisterspieler der Eisbären Berlin verzichten. Unklar ist zudem nach wie vor die Teilnahme und Karrierezukunft des langjährigen Kapitäns Moritz Müller.

Moritz Seider und Moritz Müller: Unsicherheiten bei Schlüsselspielern

NHL-Star Moritz Seider testet in dieser Woche, ob seine Verletzung auskuriert ist. Der Verteidiger der Detroit Red Wings will nach Aussage des Deutschen Eishockey-Bundes auf dem Eis testen, ob eine WM-Teilnahme möglich ist. Die WM-Teilnahme von Seider steht somit auf der Kippe.

Vom langjährigen Kapitän Moritz Müller hat der Bundestrainer immer noch keine Rückmeldung. Der 39 Jahre alte Verteidiger hat auch zwei Wochen nach dem Saisonaus der Kölner Haie noch keine Entscheidung über seine Zukunft getroffen. Da der Routinier auch im aktuellen Aufgebot für die letzte Vorbereitungsphase fehlt, wird die WM-Teilnahme des Olympia-Zweiten von 2018 und Vize-Weltmeisters von 2023 immer unwahrscheinlicher.

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Aktuell drei NHL-Spieler im Kader

Mit dem angeschlagenen Moritz Seider stehen allerdings drei aktuelle NHL-Profis im Kader des Deutschen Eishockey-Bundes, der am Mittwoch in Mannheim erstmals zum Training zusammenkam. Neben Seider sind wie geplant Torhüter Philipp Grubauer (Seattle) und Stürmer Joshua Samanski (Edmonton) dabei.

Vom Vizemeister Adler Mannheim stoßen insgesamt vier Spieler neu dazu: Torhüter Maximilian Franzreb, Verteidiger Leon Gawanke sowie die Stürmer Alexander Ehl und Marc Michaelis, die alle auch im Olympia-Kader gestanden hatten. Aus der NHL hatten zuvor die Star-Stürmer Leon Draisaitl, Tim Stützle und JJ Peterka offiziell wegen Verletzungen abgesagt.

WM-Kader wird noch auf etlichen Positionen verändert

Bis zum WM-Start am 15. Mai in Zürich gegen Finnland könnten aus Nordamerika theoretisch noch die Stürmer Nico Sturm, Lukas Reichel und Wojciech Stachowiak dazustoßen, die aktuell noch in den Playoffs der NHL und AHL gebunden sind.

Erst in der kommenden Woche muss Bundestrainer Kreis auf jeden Fall noch einige Spieler streichen. Aktuell umfasst der Kader, zu dem noch einige Profis dazukommen, 28 Spieler. Bei der WM gemeldet werden können nur 25. Somit gibt es noch reichlich Spannung und viele offene Fragen im deutschen Team vor dem Turnierbeginn.

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