2. Bundesliga: Nervenkitzel im Aufstiegsrennen - Fünf Teams kämpfen Kopf an Kopf
2. Bundesliga: Fünf Teams im Aufstiegsrennen Kopf an Kopf

2. Bundesliga: Nervenkitzel im Aufstiegsrennen - Fünf Teams kämpfen Kopf an Kopf

Das Aufstiegsrennen in der 2. Bundesliga entwickelt sich zu einem atemberaubenden Nervenkitzel, der die Fußballfans in ganz Deutschland in seinen Bann zieht. Nur drei Punkte trennen aktuell den Spitzenreiter FC Schalke 04 und den Tabellenfünften Hannover 96 nach dem 27. Spieltag. Diese enge Tabellensituation sorgt für maximale Spannung im Saisonendspurt.

Packendes Remis in Darmstadt

Noch 45 Minuten nach dem Abpfiff feierten die mitgereisten Schalker Fans im eigentlich menschenleeren Darmstädter Stadion eine rauschende Fußball-Party, als hätte ihre Mannschaft gerade den Aufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht. Doch die Realität sieht anders aus: Nach dem 1:1 des FC Schalke 04 beim SV Darmstadt 98 in einem packenden Zweitliga-Topspiel ist die Tabellenspitze noch enger zusammengerückt.

Schalke behauptete durch das leistungsgerechte Unentschieden - auch ohne den gesperrten Torjäger Edin Dzeko - den ersten Platz. Erste Verfolger sind die SV Elversberg und der SC Paderborn mit nur einem Zähler Rückstand, während der SVD vom zweiten auf den vierten Rang abrutschte und einen weiteren Punkt weniger auf dem Konto hat. Hannover 96 komplettiert nach einem 1:0-Derbysieg gegen Eintracht Braunschweig das Quintett der Aufstiegskandidaten.

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Trainer und Spieler kommentieren die Situation

„Die feiern das zu Recht, weil hier, glaube ich, einen Punkt mitzunehmen, ist sehr groß“, sagte S04-Profi Timo Becker nach dem Remis in Südhessen zu den euphorischen Anhängern. Mit Blick auf das Aufstiegsrennen fügte er hinzu: „Wir haben immer gesagt: Es ist halt kein Sprint. Es ist ein Marathon, und da müssen wir viele Steps gehen. Heute haben wir wieder einen Step nach vorne gemacht.“

Schalke-Coach Miron Muslic und Lilien-Trainer Florian Kohfeldt hofften auf der Pressekonferenz nach dem Spitzenduell auf ein schnelles Wiedersehen - beide zielten dabei natürlich auf die Bundesliga ab. Doch auch drei weitere Teams träumen vom Aufstieg in das Fußball-Oberhaus.

Darmstadts Torwart Marcel Schuhen betonte trotzig: „Der Tabellenplatz ist vollkommen egal. Das zählt in diesem Moment gar nichts. Wenn wir gewonnen hätten, wären wir Erster. Jetzt sind wir gerade Vierter. Das interessiert noch keinen Menschen.“ Teamkollege Kai Klefisch sagte, dass alles „Kopf an Kopf“ sei und man abwarten müsse, wie es weitergehe.

Spannender Spielplan bis Saisonende

Weiter geht das Aufstiegsrennen nach der kommenden Länderspielphase am ersten April-Wochenende. Am Ostersonntag treffen Hannover und Elversberg in einem weiteren Spitzenspiel aufeinander. „Wir können nächste Woche relativ entspannt nach Hannover fahren“, sagte Elversbergs Trainer Vincent Wagner nach dem überzeugenden 3:1 gegen Arminia Bielefeld. „Ich glaube schon, dass Hannover ja sehr, sehr gerne möchte und auch die Voraussetzungen hat und auch eine sehr, sehr gute Mannschaft ist und einen guten Trainer hat.“

Die SV Elversberg mischt wie schon in der Vorsaison mächtig im Aufstiegsrennen mit und fühlt sich in der Außenseiterrolle wohl. Wagner betonte: „Der Weg ist noch so, so weit. Sieben Spiele können die Welt sein. Zehn Minuten sind im Fußball manchmal die Welt.“

Das Duell zwischen Hannover und Elversberg setzt nach dem Kracher Darmstadt gegen Schalke den Reigen der Spitzenspiele fort. Mit Ausnahme des 33. Spieltags gibt es nun immer mindestens ein direktes Aufeinandertreffen der Aufstiegskandidaten.

Paderborn mit eigenen Ambitionen

Paderborns Angreifer Steffen Tigges, der nach seiner Einwechslung mit einem Doppelpack der Matchwinner beim 2:1 gegen Dynamo Dresden war und das Spiel nach einem 0:1-Rückstand quasi im Alleingang drehte, äußerte sich selbstbewusst: „Man hat den Aufstieg selber in der Hand.“ Der 27-Jährige fügte hinzu: „Man muss sieben Spieltage vor dem Ende nicht mehr drum herumreden. Wenn man Zweiter, Dritter oder Vierter ist mit so einer Schlagdistanz - dass man dann am Ende Sechster werden will, das wäre ja auch Quatsch.“

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Insgesamt bahnt sich ein prickelnder Fünfkampf im Saisonendspurt an, bei dem der Spielplan die Konstellation besonders brisant macht. Die enge Punktedifferenz und die direkten Duelle zwischen den Aufstiegskandidaten versprechen bis zum letzten Spieltag maximalen Fußballgenuss für alle Fans der 2. Bundesliga.