46 Stadionverbotsverfahren: 1. FC Magdeburg ergreift harte Maßnahmen nach Krawallen
46 Stadionverbote: FCM reagiert auf Dynamo-Krawalle

1. FC Magdeburg schlägt nach Ausschreitungen hart zurück

Nach den schweren Krawallen rund um das Ostduell gegen Dynamo Dresden geht der 1. FC Magdeburg nun in die Offensive. Der Zweitligist hat umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen angekündigt, die schnellstmöglich umgesetzt werden sollen. Im Zentrum der Bemühungen stehen dabei 46 laufende Stadionverbotsverfahren, die gegen mutmaßliche Randalierer eingeleitet wurden.

Umfassende bauliche Veränderungen geplant

Der Verein plant tiefgreifende bauliche Veränderungen im MDCC-Arena. Ein Sektor, über den heimische Ultras während des Spiels Zugang zum Gästeblock erlangen konnten, soll dauerhaft abgetrennt werden. Die Sicherung des Gästebereiches wird mit höchster Priorität vorangetrieben. Bis Mitte März sollen mobile Bauten ersetzt werden, die bei den Ausschreitungen als Wurfgeschosse missbraucht wurden.

Laut einer gemeinsamen Stellungnahme von Aufsichtsrat, Vorstand und Geschäftsführung wird die Kameraüberwachung im Stadion deutlich verbessert, erweitert und rechtssicher ausgestaltet. Zusätzlich werden mobile Bauten im Umlauf der Nord- und Osttribüne komplett abgeschafft, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

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Stadionverbote und Aufklärung im Fokus

FCM-Präsident Jörg Biastoch betonte die Notwendigkeit einer umfassenden Aufklärung der Stadionkrawalle. „Wir müssen hier klare Kante zeigen und Konsequenzen ziehen“, so Biastoch. Die 46 laufenden Verbotsverfahren beziehen sich allerdings auf die geplante Auseinandersetzung zwischen FCM- und Dynamo-Fans am Tag vor dem eigentlichen Ostduell.

Diese Verfahren unterliegen der Entscheidungshoheit des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), werden aber aktiv vom Verein unterstützt. Vom Abend der Stadionkrawalle selbst liegen dem FCM bisher keine Täterdaten durch die Ermittlungsbehörden vor, was die Aufklärung zusätzlich erschwert.

Sponsor bleibt an Bord

Ein positives Signal kommt von Sponsor GeoFly. Das Unternehmen hatte zunächst angekündigt, seine Zahlungen einzustellen, weil der Verein bisher keine „sichtbare Verantwortung“ übernommen habe. Nach einem klärenden Gespräch mit dem FCM und der Ankündigung der umfassenden Maßnahmen ist ein Zahlungsstopp jedoch vom Tisch. GeoFly wird die Partnerschaft fortsetzen.

Der 1. FC Magdeburg demonstriert mit diesen Schritten Entschlossenheit im Umgang mit Gewalt im Fußball. Die geplanten Sicherheitsmaßnahmen sollen nicht nur kurzfristig wirken, sondern langfristig für mehr Sicherheit in der MDCC-Arena sorgen.

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