Asiatischer Fußballverband bleibt bei WM-Planung mit Iran trotz politischer Turbulenzen
Der asiatische Fußballverband AFC hält weiterhin an der geplanten Teilnahme Irans an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 fest. Trotz der eskalierenden politischen Spannungen im Nahen Osten und des anhaltenden militärischen Konflikts gibt es nach Angaben des Verbandes bislang keine offiziellen Informationen, die gegen eine Teilnahme des iranischen Teams sprechen würden.
Optimistische Haltung trotz widersprüchlicher Signale
Generalsekretär Windsor John äußerte sich bei einer Pressekonferenz am Sitz des Verbandes in Kuala Lumpur zuversichtlich. "Nach unserem Kenntnisstand wird Iran spielen", betonte John am Montag. Der Verband beobachte die politische Situation im Nahen Osten zwar genau, habe jedoch bislang keine gegenteiligen offiziellen Mitteilungen erhalten.
Die Weltmeisterschaft findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Mexiko und Kanada statt. Die drei Gruppenspiele des iranischen Teams sind für die Städte Los Angeles und Seattle geplant.
Politische Hintergründe und Sicherheitsbedenken
Die Teilnahme Irans an dem globalen Sportereignis war zuletzt massiv in Frage gestellt worden. Auslöser waren die US-israelischen Militärangriffe Ende Februar, die den Nahost-Konflikt weiter eskalieren ließen. Irans Sportminister Ahmad Donyamali hatte infolge dieser Entwicklungen öffentlich Zweifel an der WM-Teilnahme seines Landes geäußert.
Auch aus den USA kamen widersprüchliche Signale. US-Präsident Donald Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, dass Iraner zwar willkommen seien, er es jedoch "nicht für angemessen halte, dass sie dort sind, im Hinblick auf ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit".
Sportliche Planungen laufen weiter
Der AFC betonte, dass die sportlichen Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft mit iranischer Beteiligung weiterlaufen. Die Organisation beobachtet die politischen Entwicklungen kontinuierlich, behält sich jedoch vor, bei neuen offiziellen Informationen die Planungen anzupassen.
Die Situation bleibt damit weiterhin im Fluss, während die Zeit bis zum Turnierbeginn allmählich knapper wird. Sportverbände weltweit stehen vor der Herausforderung, politische Konflikte von sportlichen Wettbewerben zu trennen, was sich im Fall des Iran als besonders schwierig erweist.



