Deutsche Leichtathleten bleiben bei Hallen-WM in Polen ohne Medaille
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat die Hallen-Weltmeisterschaften im polnischen Torun ohne einen einzigen Podestplatz beendet. Auch am abschließenden Sonntag der Wettkämpfe konnte die kleine und überwiegend unerfahrene deutsche Mannschaft keine Medaille erringen. Damit setzt sich eine enttäuschende Serie fort: Zuletzt war ein DLV-Team bereits vor vier Jahren bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Belgrad leer ausgegangen.
Letzte Hoffnung Sandrina Sprengel verpasst Podestplatz
Als letzte deutsche Medaillenhoffnung trat Sandrina Sprengel aus Stuttgart im Fünfkampf an. Trotz einer beachtlichen persönlichen Bestleistung von 4475 Punkten reichte es für die Athletin, die bei der Freiluft-WM 2025 in Tokio im Siebenkampf den fünften Platz belegt hatte, lediglich zum achten Rang. Damit blieb auch ihr der ersehnte Podestplatz verwehrt.
Kleines Aufgebot und prominente Absagen
Das deutsche Team war in Polen mit einem vergleichsweise kleinen Aufgebot von nur 14 Athletinnen und Athleten vertreten. Einige prominente Namen wie Weitsprung-Star Malaika Mihambo hatten die Titelkämpfe aus Rücksicht auf die Vorbereitung für die kommende Sommersaison abgesagt. Dennoch hatte der DLV im Vorfeld durchaus auf die eine oder andere Medaille gehofft.
Enttäuschungen bereits zum Auftakt
Bereits am Eröffnungstag am Freitag zeichnete sich ab, dass es für die deutschen Athleten schwer werden würde. Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye aus Mannheim kam nicht über den fünften Platz hinaus. Auch der Leipziger Robert Farken, der bei der WM in Tokio den sechsten Platz über 1500 Meter belegt hatte, verpasste in Polen die Qualifikation für den Endlauf.
Internationale Höhepunkte und Rekorde
Während die deutschen Athleten leer ausgingen, gab es bei der Hallen-WM durchaus bemerkenswerte Leistungen. Der 17-jährige US-Amerikaner Cooper Lutkenhaus krönte sich über 800 Meter zum jüngsten Leichtathletik-Weltmeister aller Zeiten – sowohl in der Halle als auch im Freien. Am Samstag gewann der schwedische Stabhochsprung-Weltrekordler Armand Duplantis erwartungsgemäß die Goldmedaille. Im Siebenkampf sorgte der Schweizer Simon Ehammer mit 6670 Punkten für einen neuen Weltrekord, wobei der deutsche Zehnkampf-Weltmeister Leo Neugebauer bei diesen Wettkämpfen nicht antrat.



