Real Madrids Präsident Florentino Pérez hat bei einer überraschenden Pressekonferenz Neuwahlen für das Präsidentenamt angekündigt. Der 79-Jährige betonte zu Beginn, dass er nicht zurücktreten werde, sorgte dann aber mit der Ankündigung von Neuwahlen für Aufsehen. Die letzten Wahlen fanden erst im Januar 2025 statt, bei denen Pérez bis 2029 wiedergewählt wurde.
In der Pressekonferenz rechnete Pérez vor allem mit den Medien ab. Er witterte eine Verschwörung gegen sich und wies Berichte der spanischen Zeitung „ABC“ zurück, er sei vor der Sitzung müde gewesen. Auch Gerüchte über eine angebliche Krebserkrankung wies er scharf zurück. Pérez wirkte gereizt und betonte, wie sehr ihn die Kritik im Verborgenen störe.
Pérez forderte starke Kandidaten für die Neuwahlen und erklärte, dass er eine Niederlage akzeptieren würde. „Am Ende entscheiden die Mitglieder“, sagte er. Hinter den Kulissen wird die Lage jedoch anders bewertet. Insider spekulieren, dass die Pressekonferenz der Auftakt eines möglichen Rückzugs sein könnte. Sollte sich ein ernsthafter Gegenkandidat finden, könnte Pérez sogar vor der Wahl seine Kandidatur zurückziehen.
Während der gesamten Pressekonferenz wirkte Pérez fahrig, schaute auf sein Handy und spielte mit einem Ring. Von der sonst souveränen Führungsfigur war wenig zu sehen. Statt Klarheit zu schaffen, hinterlässt Pérez vor allem Fragezeichen. Bei Real Madrid herrscht weiter Chaos.



