USA planen drei neue Militärbasen auf Grönland – Verhandlungen laufen
USA planen drei neue Militärbasen auf Grönland

Grönland, Dänemark und die USA verhandeln derzeit über eine verstärkte US-Militärpräsenz im arktischen Gebiet. Dies sei Teil der laufenden Gespräche mit der Regierung in Washington, sagte der grönländische Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen in Kopenhagen. Es habe einige Schritte in die richtige Richtung gegeben. Einem Bericht des Senders BBC zufolge streben die USA die Errichtung von drei neuen Stützpunkten in Grönland an, die möglicherweise zu US-Hoheitsgebiet erklärt werden sollen.

Hintergrund der Verhandlungen

Die USA unterhalten aktuell mit der Pituffik Space Base im Nordwesten einen aktiven Stützpunkt auf der Insel. Ein Verteidigungsabkommen zwischen den USA und Dänemark aus dem Jahr 1951 bilde eine mögliche Grundlage für eine Erweiterung, erklärte Nielsen nun. Zwei der potenziellen neuen Standorte sind örtlichen Medien zufolge Narsarsuaq und Kangerlussuaq, wo sich bereits ehemalige US-Stützpunkte mit Landebahnen und Hafenanlagen befinden. Ein US-Gesandter habe kürzlich die Anlagen in Narsarsuaq inspiziert, um eine etwaige Wiedereröffnung zu prüfen.

Trumps Ambitionen auf Grönland

US-Präsident Donald Trump hatte mehrfach den Wunsch geäußert, Grönland zu erwerben oder zumindest zu kontrollieren. Trumps wiederholte Drohungen, die zum Königreich Dänemark gehörende und strategisch bedeutende Insel notfalls auch mit Gewalt zu annektieren, hatten Anfang des Jahres zu Verwerfungen zwischen Europa und den USA geführt. Europäische Länder wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich hatten sich in dem Konflikt mit den USA hinter Dänemark und Grönland gestellt. Die Regierungen in Kopenhagen und Nuuk haben eine Annexion durch die Vereinigten Staaten entschieden abgelehnt.

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Kompromiss in Sicht?

Seit einiger Zeit laufen die Gespräche mit Trumps Regierung – mit dem Ziel, einen Kompromiss zu finden. Dieser könnte nun laut dem BBC-Bericht die Errichtung der drei neuen Stützpunkte sein. In der kommenden Woche wird Trumps Grönlandbeauftragter Jeff Landry zu einer Wirtschaftskonferenz auf der Insel mit ihren 57.000 Einwohnern erwartet. Die Verhandlungen über die neuen Basen könnten ein wichtiger Schritt zur Deeskalation des Konflikts sein.

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