Bayer-Kapitän Andrich packt aus: So litten Hofmann und Terrier unter Champions-League-Ausschluss
Im Vorfeld des entscheidenden Champions-League-Play-off-Spiels von Bayer 04 Leverkusen bei Olympiakos Piräus hat Kapitän Robert Andrich (31) nun offen über die schwierige Situation seiner Teamkollegen Jonas Hofmann (33) und Martin Terrier (28) gesprochen. Beide Spieler waren für die Ligaphase der Königsklasse nicht nominiert worden und kehren nun erstmals für das Auswärtsspiel in Griechenland zurück ins Aufgebot.
Hjulmand sorgt für Lacher mit Ehe-Vergleich
Bereits bei der Pressekonferenz am Dienstagabend im Stadion von Olympiakos Piräus sorgte Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand (53) für Erheiterung. Der dänische Coach kommentierte die enge Freundschaft zwischen Andrich und Hofmann mit den Worten: „Sie sind ja fast verheiratet, die zwei.“ Die eigentlich ernste Ausgangsfrage bezog sich jedoch auf die Rückkehr der beiden Offensivspieler in den Kader für die Champions League.
Andrich beschreibt emotionale Belastung
„Ich freue mich sehr, dass Jonas jetzt dabei ist, Martin natürlich auch. Es war keine einfache Phase für sie“, erklärte Andrich und gewährte tiefe Einblicke in die emotionale Belastung seiner Mitspieler. Während Hofmann im Herbst praktisch keine Rolle mehr im Team spielte, befand sich Terrier noch im sorgfältigen Aufbau nach einem schweren Achillessehnenriss, den er im Januar 2025 erlitten hatte.
Der Bayer-Kapitän selbst hatte nach einer Roten Karte beim 2:7 gegen Paris Saint-Germain die Auswärtsspiele bei Benfica Lissabon (1:0) und Manchester City (2:0) verpasst. In dieser Zeit trainierte er in Leverkusen gemeinsam mit Hofmann und Terrier in einer speziellen Mini-Gruppe.
Gemeinsames Training in schwieriger Zeit
„Ich musste mit ihnen trainieren, als am Abend ein Spiel in der Champions League war. Ich wusste, dass ich nach meiner Sperre wieder spielen darf. Aber sie wussten, dass sie keine Chance hatten, auswärts mitzufliegen und sich im Training in die Mannschaft zu kämpfen“, beschrieb Andrich die psychologisch herausfordernde Situation.
Der Mittelfeldspieler lobte dabei ausdrücklich die mentale Stärke seiner Kollegen: „Es gibt Situationen, in denen es dich echt trifft und es schwierig ist, positiv zu bleiben. Und dann ist es, glaube ich, auch menschlich, wenn man mal nicht die beste Laune hat und ‚Hurra‘ schreit, weil man ein Training mit einem Athletiktrainer machen muss. Aber die beiden haben es sehr, sehr gut gemacht und es sich deswegen auch verdient, dass man sich freut, weil sie wieder dabei sind.“
Hjulmand begrüßt Rückkehrer
Trainer Kasper Hjulmand zeigte sich ebenfalls erfreut über die Rückkehr seiner Spieler: „Jonas war natürlich enttäuscht, dass er nicht auf der Liste für die Champions League stand. Jonas ist ein sehr guter Spieler für unsere Mannschaft, er ist sehr intelligent auf dem Platz. Er kann unterschiedliche Positionen spielen und ist im Herbst immer besser im Spiel angekommen.“
Der dänische Trainer betonte weiter: „Ich bin sehr froh, dass er jetzt auf der Liste steht. Er ist sehr motiviert und arbeitet sehr gut im Training. Ich freue mich auch für Martin, weil er sehr gute Schritte nach vorne gemacht hat.“
Mehr taktische Möglichkeiten für Leverkusen
Durch die Rückkehr von Hofmann und Terrier ergeben sich für Hjulmand deutlich mehr taktische Alternativen in der Königsklasse. „Wir haben erstmals 23 Spieler dabei“, erklärte der Trainer, der in der Ligaphase mehrmals seine Bank mit Talenten aus der U19 auffüllen musste. Diese personelle Verstärkung kommt zum idealen Zeitpunkt, da Bayer Leverkusen im Play-off-Hinspiel in Piräus einen wichtigen Schritt Richtung Achtelfinale machen möchte.
Besonders Jonas Hofmann war auf der Reise nach Griechenland seine Freude über die Rückkehr in den Champions-League-Kader deutlich anzusehen. Nach einer enttäuschenden Herbstphase ohne nennenswerte Einsatzzeiten bietet sich dem 33-Jährigen nun die Chance, in Europas elitärstem Klubwettbewerb zu glänzen und seinen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Werkself zu leisten.



