Markus Anfang will Hertha-Trauma mit Heimstärke und Grundtugenden beenden
Anfang will Hertha-Trauma mit Heimstärke beenden

Trauma aus Berlin: Fortunas Trainer Anfang will alte Wunden heilen

Für Markus Anfang (51) ist die Erinnerung an das letzte Aufeinandertreffen mit Hertha BSC noch immer schmerzhaft präsent. In seinem zweiten Spiel nach der Übernahme von Fortuna Düsseldorf erlitt der Trainer im Oktober 2025 eine bittere 0:1-Niederlage in Berlin, die bis heute nachwirkt. Das entscheidende Tor fiel in der Schlussphase durch Krattenmacher, nachdem die Fortuna lange Zeit eine starke Leistung gezeigt hatte.

Blaupause für Ungleichgewicht zwischen Leistung und Ergebnis

„Das tut immer noch weh“, gesteht Anfang im Vorfeld des heutigen Rückspiels in der 2. Liga. Das Berliner Spiel wurde für ihn zur Blaupause für das oft beklagte Ungleichgewicht zwischen gezeigtem Auftreten und tatsächlichem Ertrag. Wöchentlich verwies der Trainer in der Folge auf diese Partie, um auch danach folgende schlechte Ergebnisse zu rechtfertigen. Dabei blendete er gerne aus, dass Hertha BSC bereits in der zweiten Halbzeit vor dem Siegtor klare Chancen hatte – die statistischen „Expected Goals“ lagen bei 2,88 zu 1,97 zugunsten der Berliner.

Von den 19 Pflichtspielen unter Anfang hat Fortuna Düsseldorf zehn verloren, doch keine Niederlage wiegt so schwer wie jene in der Hauptstadt. Heute um 13:30 Uhr (Live bei Sky) soll diese traumatische Erfahrung mit einem Sieg im Rückspiel endgültig überwunden werden.

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Heimstärke als größter Trumpf gegen die Berliner

Anfang setzt dabei vor allem auf die in letzter Zeit beeindruckende Heimstärke seiner Mannschaft. „Wir wissen, dass wir zu Hause stark sind“, betont der Trainer. Die Zahlen geben ihm recht: Fünfmal in Folge blieb Fortuna in der eigenen Arena ohne Niederlage, aus den letzten sieben Heimspielen holte das Team stolze 16 Punkte. Das sind mehr als die Hälfte der Gesamtpunktzahl dieser Saison.

„Wenn wir es wie in den letzten Heimspielen hinbekommen, das Spiel mit Willen, Power, Dynamik und Leidenschaft anzugehen und die Fans mitzunehmen, können wir Hertha schlagen“, zeigt sich Anfang zuversichtlich. Diese Einstellung trug bereits zum Heimsieg gegen Bochum und Ex-Trainer Uwe Rösler (57) bei.

Grundtugenden müssen zurückkehren

Neben der Heimstärke fordert der Fortuna-Trainer vor allem die Rückkehr zu den Basics. Die enttäuschende 0:1-Niederlage bei Eintracht Braunschweig zeigte deutlich, was passiert, wenn die Grundtugenden fehlen. „Wir müssen das Spiel über die volle Distanz mit der nötigen Intensität führen“, lautet daher die klare Anweisung an seine Spieler.

Obwohl Fortuna Düsseldorf mit Anfang nach wie vor im Abstiegskampf der 2. Liga steckt, hat die starke Heimbilanz die Gesamtsituation deutlich verbessert. Die heutige Partie gegen Hertha BSC könnte den entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt bedeuten – und gleichzeitig das Berliner Trauma endgültig heilen.

„Im Hinspiel haben wir über 60 Minuten stark gespielt, aber dann mit der letzten Aktion das Spiel verloren“, erinnert sich Anfang. „Es wird ein sehr schweres Spiel, aber wir sind vorbereitet.“ Die Trauma-Therapie gegen Hertha steht bevor – ob sie erfolgreich verläuft, wird sich am Nachmittag zeigen.

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