Formel-1-Team Aston Martin vor Melbourne-Aus: Vibrationen bedrohen Fahrergesundheit
Statt eines fulminanten Saisonstarts droht dem Formel-1-Team Aston Martin ein Debakel historischen Ausmaßes. Noch vor dem ersten Rennen der Saison in Melbourne (Australien) am Sonntag (5 Uhr; Sky) steht fest: Die hochgesteckten Ziele der britischen Mannschaft sind in weite Ferne gerückt. Teambesitzer Lawrence Stroll (66) hatte hunderte Millionen Euro in Top-Personal und eine hochmoderne Fabrik investiert, doch nun könnte das Team sogar komplett am Wochenende ausfallen.
Massive Vibrationen im Auto gefährden Piloten
Der Grund für die Krise ist ebenso simpel wie besorgniserregend: Das Auto funktioniert nicht richtig und stellt eine ernsthafte Gesundheitsgefahr für die Fahrer dar. Sowohl Fernando Alonso (44) als auch Lance Stroll (27) klagten während der Testfahrten über massive Vibrationen, die im Lenkrad deutlich zu spüren waren. Laut internen Aussagen kann Lance Stroll nicht mehr als 15 Runden am Stück fahren, während Fernando Alonso immerhin 25 Runden bewältigen kann.
Teamchef Adrian Newey (67) warnte eindringlich vor den Konsequenzen: "Alles darüber hinaus könnte zu irreversiblen Nervenschäden in den Daumen führen." Die Vibrationen verursachen nicht nur Zuverlässigkeitsprobleme wie lockere Spiegel, sondern stellen vor allem eine ernste Bedrohung für die Gesundheit der Piloten dar.
Ursache vermutlich in kompakter Batteriebauweise
Newey erklärte weiter: "Wir werden die Anzahl der im Rennen absolvierten Runden deutlich begrenzen müssen, bis wir die Ursache der Vibrationen behoben und das Problem an der Wurzel gelöst haben." Wo genau das Problem liegt, möchte der Teamchef nicht verraten. Im Fahrerlager wird jedoch spekuliert, dass das Auto so kompakt konstruiert wurde, dass die Batterie nur an einem einzigen Ort Platz fand – genau dort, wo sie nun für die problematischen Vibrationen sorgt.
Die Situation ist prekär: Es ist völlig unklar, ob Aston Martin überhaupt am Wochenende in Melbourne an den Start gehen kann. Ebenso unsicher ist, wie lange es dauern wird, bis der britische Rennstall eine dauerhafte Lösung für das technische Problem findet. Fest steht nur: Mit dem ursprünglich avisierten Ziel, die Weltmeisterschaft zu gewinnen, wird Aston Martin in dieser Saison nichts mehr zu tun haben.
Ambitionierte Pläne platzen
Eigentlich hatte Aston Martin diese Saison nach den Sternen greifen wollen. Die Verantwortlichen sprachen öffentlich davon, dass der Gewinn der Formel-1-Weltmeisterschaft das erklärte Saisonziel sei. Man wollte die Top-Teams um Mercedes und McLaren im Titelrennen herausfordern. Doch nun droht das Team mit dem Titelrennen so viel zu tun zu haben wie Heidenheim mit der Meisterschaft in der Bundesliga.
Die Investitionen von Lawrence Stroll in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro scheinen sich vorerst nicht auszuzahlen. Statt Vollgas gibt es nur noch einen Fehlstart, und die Gesundheitsbedenken für die Fahrer dominieren die Diskussion. Die Formel-1-Welt blickt gespannt nach Melbourne, wo sich entscheiden wird, ob Aston Martin überhaupt antreten kann – und wenn ja, unter welchen gesundheitlichen Einschränkungen für die Piloten.



