Aue-Abstieg in der 3. Liga kaum noch abwendbar: „Es ist peinlich“
Aue-Abstieg kaum noch abwendbar: „Es ist peinlich“

Aue-Abstieg in der 3. Liga rückt immer näher: „Es ist peinlich“

Frühe Gegentore, eine Rote Karte und Fans, die vorzeitig das Stadion verlassen: Für den FC Erzgebirge Aue bleibt im Abstiegskampf der 3. Fußball-Liga kaum noch Hoffnung. Gegen die TSG Hoffenheim II kassierten die Sachsen eine deutliche 3:5-Niederlage und müssen sich nun wohl auf die Regionalliga vorbereiten.

Katastrophaler Start und emotionale Reaktionen

Die Siegchancen für Aue waren schon nach wenigen Minuten dahin, als Deniz Zeitler in der 6. Minute, Luka Duric in der 11. und 29. Minute sowie Paul Hennrich in der 15. Minute den Hoffenheimer Blitzstart perfekt machten. Als wäre das nicht genug, sah Jamilu Collins in der 19. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte, was die Lage weiter verschärfte.

„Ich stehe hier gefühlt Woche für Woche und erzähle den gleichen Scheiß. Es ist peinlich, wenn die gegnerische Mannschaft Tore schießt und die eigenen Fans jubeln“, sagte Aues Doppeltorschütze Marcel Bär bei MagentaSport. An einen Klassenerhalt glaubt sieben Spieltage vor Schluss niemand mehr. „Wenn man realistisch ist, muss man sagen, dass das gelaufen ist. Wir kriegen nur auf die Fresse“, schimpfte Bär weiter.

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Fans verlassen frühzeitig das Stadion

Auf TV-Bildern war zu sehen, wie einige Aue-Fans schon nach einer Viertelstunde das Stadion verließen. Sie verpassten damit:

  • Den Doppelpack von Marcel Bär in der 40. und 56. Minute
  • Den Treffer von Ricky Bornschein in der 85. Minute
  • Das nächste TSG-Tor von Deniz Zeitler in der 51. Minute

Dennoch reichten diese Aktionen nicht aus, um die frühen Gegentore zu kompensieren.

Trainer Dabrowski wartet weiter auf ersten Sieg

Damit muss auch Christoph Dabrowski weiter auf seinen ersten Sieg in der 3. Liga als Aue-Coach warten. Der 47-Jährige hatte den Posten Anfang Februar übernommen. Der letzte Erfolg des Drittligisten datiert vom 20. Dezember, als man gegen Schlusslicht Schweinfurt gewann.

Seit dem Aufstieg 2003 aus der damals noch drittklassigen Regionalliga spielte Aue entweder in der 2. Bundesliga oder der 3. Liga. Nun steht der Verein mit neun Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz vor einer historischen Zäsur. Die Planungen für die Regionalliga dürften in den kommenden Wochen intensiviert werden, während die Enttäuschung bei Spielern und Fans weiter wächst.

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