Balljunge löst Leipzig-Frust aus: Werner fordert einheitliche Regel
Balljunge sorgt für Leipzig-Frust: Werner fordert Regel

Ein Balljunge hat die Pleite von RB Leipzig bei Bayer Leverkusen eingeleitet und für Frust bei den Sachsen gesorgt. Leipzigs Trainer Ole Werner kritisierte nach der 1:4-Niederlage die Handlungsschnelligkeit des jungen Helfers vor dem Führungstor der Werkself und forderte eine einheitliche Anwendung der seit dieser Saison geltenden Regel.

Was war passiert?

In der 25. Minute köpfte Leipzigs Nicolas Seiwald den Ball am Leverkusener Tor vorbei. Ein Balljunge warf Bayer-Torwart Mark Flekken sofort einen anderen Ball zu, mit dem der Niederländer einen schnellen Gegenangriff einleitete, der zur Führung durch Patrik Schick führte. Werner monierte: „Die Aktion war nicht entscheidend für den Ausgang, aber sie hat dem Spiel eine Richtung gegeben.“

Werners Forderung

„Grundsätzlich bin ich ein großer Freund davon, dass es eine Regel gibt. Wenn die Regel nicht umgesetzt wird, muss das in irgendeiner Form geahndet werden. Sonst macht das wenig Sinn“, sagte Werner. Er erinnerte an die Trainertagung vor einem halben Jahr, auf der eine einheitliche Umsetzung besprochen wurde.

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Regel nicht verpflichtend

Die Deutsche Fußball Liga hatte den Vereinen vor dieser Saison empfohlen, dass Balljungen den Ball nicht mehr zuwerfen, sondern auf einer markierten Stelle ablegen. Da es sich nicht um eine offizielle FIFA-Regel handelt, ist die Umsetzung nicht verpflichtend. Regelkenntnis bewies ein Berliner Balljunge beim Spiel des 1. FC Union Berlin gegen den 1. FC Köln (2:2). Hartnäckig hielt er das Spielgerät fest, das Union-Profi Josip Juranovic für einen schnellen Einwurf haben wollte. Der verdutzte Profi musste sich einen anderen Ball nehmen. Anders als in Leverkusen hatte die Aktion keinen Einfluss auf den Spielausgang.

Leverkusener lachen über Szene

Die Leverkusener konnten nach dem Abpfiff über die Szene lachen. „Wir haben das in anderen Ligen gesehen und wollten auch dazugehören“, sagte Offensivspieler Ibrahim Maza. Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes flachste mit einem Grinsen: „Wir mögen doch alle eine hohe Netto-Spielzeit.“

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