DFB-Torwart Baumann über Neuer: 'Ich habe einfach nicht die Skills'
Manuel Neuer hat noch immer nicht verkündet, wie es nach der Saison für ihn weitergeht. Nach Informationen der AZ planen die Verantwortlichen des FC Bayern München derzeit nicht mit einer Verkündung rund um seinen Ehrentag. Der Countdown läuft unvermindert weiter.
Neuer lässt sich mit Entscheidung weiter Zeit
Am Freitag ist der Tag der Tage: Manuel Neuer feiert seinen 40. Geburtstag. Ursprünglich sollte der Bayern-Kapitän rund um diesen Ehrentag eine wegweisende Entscheidung fällen: Beendet Neuer im Sommer seine Karriere oder verlängert er seinen Vertrag noch einmal? Doch die Bayern-Bosse rechnen aktuell nicht damit, dass der erfahrene Torwart in den nächsten Tagen den Daumen hebt oder senkt.
Neuer ist sich weiterhin unschlüssig, ob er in seine 16. Saison an der Säbener Straße geht. Das bedeutet: Neuers Zögern setzt sich fort. Entscheidend für seine Überlegungen ist die Frage, ob sein Körper ihn ein weiteres Jahr auf Weltklasseniveau spielen lässt. Aktuell kämpft sich Neuer nach seinem zweiten Muskelfaserriss in der linken Wade zurück. Der Torhüter fühlt sich bereits wieder gut und ist voller Tatendrang.
Ein Comeback in den Wochen nach der Länderspielpause ist, sofern er keinen Rückschlag erleidet, durchaus denkbar. Bis dahin kann Neuer weiter in seinen Körper hineinhorchen – und das ganz ohne Druck. An der Säbener Straße hat man ihm bisher keine Deadline gesetzt, was ihm die Qual der Wahl erleichtert.
Baumann: 'Diese Kombination ist einzigartig'
Eine Entscheidung hat der ehemalige Welttorhüter allerdings bereits getroffen: Ein Comeback im DFB-Team wird es nicht geben. Oliver Baumann wird, so der Plan von Bundestrainer Julian Nagelsmann, die Weltmeisterschaft im Sommer als Nummer eins im deutschen Tor stehen. Die Frage, ob er sich noch den ein oder anderen Tipp von Neuer holen wird, stellt sich kaum.
Baumann hat sich im Laufe seiner Karriere viel von seinem großen Vorbild abgeschaut. Mehr noch: Als junger Torhüter eiferte er Neuer regelrecht nach. 'Aber ich habe gemerkt, dass es nicht geht', gestand Baumann der 'Süddeutschen Zeitung'. 'Ich habe einfach nicht die Skills, die er hat', räumte der 35-Jährige, der für die TSG Hoffenheim spielt, ein: 'Diese Kombination aus Größe, Schnelligkeit und Beweglichkeit ist sicher einzigartig.'
Zudem verfüge Neuer über eine 'ganz eigene Art von Stellungsspiel und Antizipationsvermögen'. Diese Fähigkeiten kann Baumann nicht einfach kopieren. Dennoch sieht er sich gewappnet für das XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada. Baumann hat in den letzten Jahren seinen eigenen Stil entwickelt und betont: 'Ich würde tatsächlich sagen, dass ich jetzt, mit 35, der beste Oli Baumann bin, den es je gab.'
Diese Version von Oliver Baumann wird Deutschland für ein erfolgreiches WM-Abschneiden dringend benötigen. Während Neuer über seine Zukunft nachdenkt, bereitet sich sein Nachfolger im Nationaltor bereits intensiv auf die großen Aufgaben vor.



