Bayer Leverkusen zeigt starke Leistung, doch Elfmeterentscheidung sorgt für Frust
Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League präsentierte sich Bayer Leverkusen gegen den FC Arsenal von seiner besten Seite, doch eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung in der Schlussphase trübte die Stimmung deutlich. Das Team von Trainer Kasper Hjulmand erkämpfte sich ein 1:1-Unentschieden, das jedoch nach Meinung der Leverkusener Verantwortlichen aufgrund eines fragwürdigen Strafstoßes in der 88. Spielminute zustande kam.
"Glasklare" Fehlentscheidung nach Ansicht der Leverkusener Führung
Sportgeschäftsführer Simon Rolfes ließ nach dem Spiel keinen Zweifel an seiner Einschätzung: "Für mich ist das glasklar kein Elfmeter", betonte er entschieden. Rolfes bezog sich dabei auf die Szene, in der Arsenals Spieler Noni Madueke nach einem leichten Kontakt mit Bayer-Verteidiger Malik Tillman zu Fall kam. Der Sportchef kritisierte insbesondere den internationalen Maßstab: "Früher gab es mal sowas wie internationale Härte, heute sind wir davon weit entfernt. Eine Berührung reicht ja nicht einfach für den Elfmeter."
Kapitän Andrich und Trainer Hjulmand schließen sich der Kritik an
Auch Mannschaftskapitän Robert Andrich, der Bayer Leverkusen in der 46. Minute mit einem Kopfball in Führung gebracht hatte, zeigte sich unzufrieden mit der Entscheidung von Schiedsrichter Halil Umut Meler aus der Türkei. "Der Kontakt ist schon sehr, sehr wenig", analysierte Andrich. "Er kommt auch erst zwei Sekunden später zu Fall. Für mich ist das gar kein Elfmeter."
Trainer Kasper Hjulmand kritisierte zudem den Entscheidungsweg: "Manchmal müssen die Schiedsrichter nicht zuerst pfeifen und dann mit dem VAR checken", merkte der dänische Trainer an. Trotz der Enttäuschung über die späte Ausgleichs durch Kai Havertz betonte Hjulmand die positive Gesamtleistung seines Teams.
Aufbauarbeit für das Rückspiel in London
Trotz der kontroversen Entscheidung konnte Bayer Leverkusen eine solide Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Dienstag in London erarbeiten. "Wir fahren mit Hoffnungen nach London", erklärte Hjulmand zuversichtlich. Die Leverkusener zeigten vor heimischer Kulisse eine couragierte Vorstellung und bewiesen, dass sie auch gegen europäische Spitzenteams bestehen können.
Die Diskussion um den Elfmeterpfiff wird jedoch sicherlich noch einige Tage nachhallen, während sich das Team bereits auf die wichtige Aufgabe im Emirates Stadium konzentriert. Die Bayer-Spieler müssen nun beweisen, dass sie trotz der umstrittenen Entscheidung im Hinspiel die nötige mentale Stärke für das Rückspiel aufbringen können.



