FC Bayern: Eberl und Freund – Doppelspitze sorgt für Diskussionen
Bayern: Doppelspitze Eberl/Freund sorgt für Geraune

Die Zukunft von Max Eberl als Sportvorstand des FC Bayern München wird weiterhin kontrovers diskutiert. Trotz der sportlichen Erfolge in dieser Saison – die Meisterschaft ist bereits eingetütet, die Münchner stehen im Pokalfinale und zeigten in der Champions League starke Leistungen – steht der 51-Jährige immer wieder im Fokus der Kritik. Besonders die Konstellation an der Vereinsspitze sorgt hinter den Kulissen für Debatten.

Eine paradoxe Situation für Eberl

Es ist eine paradoxe Situation, in der sich Max Eberl derzeit befindet. Der Sportvorstand kann mit Stolz auf die bisherigen Erfolge verweisen. Die Meisterschaft ist gesichert, die Mannschaft steht im Pokalfinale und konnte in der Champions League bis ins Halbfinale vordringen. Gegen Paris Saint-Germain fehlten nur wenige Prozentpunkte zum Einzug ins Endspiel. Trotzdem wird seine Zukunft im Verein weiterhin heiß diskutiert – derzeit eher öffentlich als klubintern. Auf der vergangenen Aufsichtsratssitzung am Montag war SPORT1-Infos zufolge keiner der auslaufenden Verträge in der bayerischen Führungsriege ein Thema. Über die Zukunft von Eberl, CEO Jan-Christian Dreesen und Sportdirektor Christoph Freund wird frühestens im Sommer entschieden.

Die Doppelspitze wird hinterfragt

Dass hinter der zukünftigen Chefetage überhaupt ein Fragezeichen steht, hat nicht nur mit der Kritik an Eberl zu tun, sondern auch mit der Struktur an der Säbener Straße. Die wurde einst vom Aufsichtsrat – und allen voran von Uli Hoeneß – geschaffen. Es ist ein Konstrukt, das mittlerweile hinterfragt wird und die Bayern ins Grübeln bringen könnte. Auch deswegen ist das Geraune zeitweise so groß.

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„Es ist ein Novum, das der FC Bayern in den vergangenen Wochen und Monaten erlebt – nämlich, dass es einen Sportvorstand und einen Sportdirektor gibt. Zuvor gab es nur ein ‚entweder oder‘, jetzt hat man eine Art Doppelspitze im sportlichen Bereich“, sagt SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger in der aktuellen Folge des Podcasts „Die Bayern-Woche“. Das führe in manchen Punkten naturgemäß zu Diskussionen hinter den Kulissen. Es sind Debatten, die man beim Rekordmeister eigentlich schätzt, die aber auch nicht Überhand nehmen dürfen.

Gibt es Probleme zwischen Eberl und Freund?

„In so einem Konstrukt entstehen natürlich Zuständigkeitsüberschneidungen, schließlich sollen zwei oder mehr Personen gewisse Dinge bewerten und sind dann unter Umständen nicht immer einer Meinung“, erklärt Kumberger. Der Insider weiter: „Da kann man dann schon auf den Gedanken kommen, zu sagen: Okay, das wollen wir wieder etwas verschlanken. Diese Überlegungen gibt es beim FC Bayern.“

Fakt ist: Nach außen treten alle Beteiligten aktuell als Team auf. Der sportliche Erfolg steht über allem – auch wenn der kicker jüngst davon berichtete, das Duo Eberl/Freund führe „eher eine Zwangs- statt eine Zweckehe“. „Ich bin dagegen, Reibung immer als etwas zu verkaufen, was furchtbar schlimm ist. Durch Reibung entsteht Wärme und Wärme kann gut sein“, sagt Kumberger. Entscheidungsfindungen seien aber natürlich schwieriger, wenn viele Personen Verantwortung tragen.

Die ganze Diskussion sowie alles zu den anderen aktuellen Brennpunkt-Themen rund um den Rekordmeister hören Sie in der neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und Chefreporter Stefan Kumberger.

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