Pokal-Krimi im Nike Youth Cup! Die U19 von Union Berlin unterliegt völlig überraschend dem Berliner SC mit 3:5 nach Elfmeterschießen. Die eigentlich spielstarken Unioner konnten zu keinem Zeitpunkt dominieren. Die BSC-Jungs standen taktisch einwandfrei tief in der eigenen Hälfte und kauften mit ihrem aggressiven und doch fairen Spiel dem Bundesliga-Nachwuchs immer wieder den Schneid ab.
Top-Talente blieben blass
Die Eisernen traten mit ihren beiden Top-Talenten an. Allerdings blieb Wunderkind Linus Güther (16) ohne Wirkung. Auch Stürmer Dmytro Bogdanov hatte lange Zeit keinen gefährlichen Torabschluss. Die Konsequenz: In der 71. Minute wurde Bogdanov ausgewechselt. Kurios: Nach der verdienten BSC-Führung durch Frank Junior Uzor (85.) wechselte Union-Trainer Daniel Schulz den Stürmer wieder ein (86.). Im Pokal ist dieses Raus-Rein erlaubt.
Bogdanovs Rückkehr mit Effekt
Die Bogdanov-Rückkehr zeigte Wirkung. In der 90. Minute knallte der Ukrainer einen Freistoß aufs BSC-Tor, Leon Prosche versenkte den Abpraller zum 1:1. Es ging direkt ins Elfmeterschießen.
Wechsel-Coup des BSC-Trainers
Und hier zeigte BSC-Trainer Dominik Ludwig einen Wechsel-Coup. Er brachte Torwart Aliyar Sahin für Richard Radler für den Nervenkrimi. Mit Erfolg. Sahin hielt zwei Elfmeter. Das Drama auf die Spitze trieb der letzte BSC-Schütze: Erst verschoss Inem Bassey den vierten Elfmeter. Weil sich aber Union-Torwart Oscar Weisand zu früh bewegte, durfte er noch mal ran und verwandelte zum 5:3-Endstand.
Enttäuschung bei Union
Die Pokal-Pleite ist eine traurige Überraschung für den hochgelobten Eisern-Nachwuchs. Auf der Tribüne ärgert sich Andre Hofschneider, Cheftrainer der Nachwuchsteams, über das mangelnde Tempo vieler Spieler und sah einen Rückfall in alte Muster. Allerdings: Die BSC-Jungs hatten einen echten Pokalfight geliefert und verdient gewonnen.



