FC Bayern München in akuter Torwart-Krise
Der FC Bayern München steckt in einer unerwarteten Torwart-Notlage. Nachdem Ersatztorwart Jonas Urbig im Champions-League-Spiel gegen Atalanta Bergamo eine Gehirnerschütterung erlitt, fällt der 22-Jährige für etwa eine Woche aus. Dieser Ausfall kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da auch Stammkeeper Manuel Neuer verletzt ist.
Manuel Neuers Rehabilitationsprozess
Manuel Neuer, der Weltmeister von 2014, leidet erneut unter einem Muskelfaserriss in der linken Wade. Die Verletzung zog sich der 39-jährige Torhüter beim 4:1-Bundesligasieg gegen Borussia Mönchengladbach zu, als er zur Halbzeit ausgewechselt werden musste. Eine Woche nach diesem Vorfall absolvierte Neuer am Donnerstagvormittag ein individuelles Reha-Training im Fitnessraum der Säbener Straße.
Das speziell abgestimmte Programm umfasste Joggen auf dem Laufband sowie gezielte Übungen mit und ohne Gewichte. Dabei wurde der Kapitän von Reha-Trainer Quirin Löppert, der im Januar vom FC Augsburg wechselte, sowie von Simon Martinello und Torwart-Trainer Michael Rechner betreut. Noch trainiert Neuer nicht wieder auf dem Rasen, und der Verein will bei seiner Rückkehr kein Risiko eingehen – besonders mit Blick auf die entscheidende Titelphase ab April.
Sven Ulreich übernimmt das Tor
In dieser kritischen Situation springt der erfahrene Ersatztorwart Sven Ulreich ein. Der 37-Jährige wird am Samstag gegen Bayer Leverkusen zum 104. Mal im Bayern-Tor stehen. Ulreich wirkte beim Mannschaftstraining am Donnerstag hochmotiviert und betrat als Erster den Platz. Als Backup stehen die Nachwuchskeeper Jannis Bärtl und Leonard Prescott bereit.
Gegen Leverkusen und auch im Champions-League-Rückspiel gegen Bergamo am Mittwoch wird Neuer definitiv noch fehlen. Der Verein verfolgt bei seiner Genesung eine vorsichtige Strategie, um langfristige Schäden zu vermeiden.
Weitere Verletzungen belasten den Kader
Neben den Torwartproblemen muss Trainer Thomas Tuchel auf weitere Schlüsselspieler verzichten. Alphonso Davies fällt wegen einer Zerrung im rechten, hinteren Oberschenkel aus, während Jamal Musiala Schmerzen im linken Sprunggelenk hat. Bei Musiala handelt es sich um eine besorgniserregende Situation, da der Superstar im Juli 2025 nach einem Wadenbeinbruch mit mehreren Bänderrissen an genau diesem Gelenk operiert wurde.
Eine positive Nachricht gibt es hingegen von Hiroki Ito. Der japanische Verteidiger konnte erstmals seit seinem Muskelfaserriss im rechten, hinteren Oberschenkel vor fast drei Wochen wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren. Allerdings wird Ito gegen Leverkusen noch nicht zur Verfügung stehen.
Die Verletzungsserie stellt den FC Bayern München vor erhebliche Herausforderungen in einer Phase der Saison, in der Meisterschaft und Champions League entschieden werden. Die kommenden Spiele werden zeigen, wie gut der Verein mit dieser personellen Engpasssituation umgehen kann.



