Bayern München bezwingt RB Leipzig und steht im DFB-Pokal-Halbfinale
Der FC Bayern München hat sich im DFB-Pokal-Viertelfinale mit einem 2:0-Erfolg gegen RB Leipzig durchgesetzt und ist damit dem Finale in Berlin einen großen Schritt nähergekommen. In einer intensiven Partie vor 75.000 Zuschauern entschieden die Münchner die Begegnung mit einem eiskalten Doppelschlag innerhalb von nur drei Minuten nach der Halbzeit.
Kane und Diaz treffen entscheidend
Nach einer ersten Halbzeit, in der es beiden Teams an der nötigen Durchschlagskraft mangelte, brachte Harry Kane den FC Bayern in der 64. Minute in Führung. Der englische Nationalstürmer verwandelte einen Foulelfmeter mit der gewohnten Coolness und erhöhte damit seine beeindruckende Quote: Von 34 Strafstößen hat Kane nun 32 verwandelt. Es war bereits sein 39. Saisontor im 34. Pflichtspiel.
Nur drei Minuten später sorgte Luis Diaz für die endgültige Entscheidung. Der Offensivspieler, der zuletzt gegen die TSG Hoffenheim sogar dreimal getroffen hatte, nutzte eine herrliche Vorlage von Michael Olise und machte damit alles klar. Für RB Leipzig war es bereits die dritte Niederlage gegen die Bayern in dieser Saison, nachdem die Sachsen zuvor mit 0:6 und 1:5 deutlich verloren hatten.
Vandevoordt hält Leipzig lange im Spiel
Über weite Strecken der Partie war es RB Leipzigs Torhüter Maarten Vandevoordt, der seine Mannschaft im Spiel hielt. Der belgische Schlussmann zeigte eine glänzende Leistung und parierte mehrere gefährliche Schüsse der Bayern-Spieler. Besonders in der ersten Halbzeit wehrte er Chancen von Harry Kane und Aleksandar Pavlovic ab und verhinderte so eine frühe Führung der Münchner.
Auch nach der Pause setzte Vandevoordt seine starke Leistung fort und hielt zunächst einen Schuss von Serge Gnabry. Erst der Elfmeter durch Kane und der anschließende Treffer von Diaz konnten den belgischen Torwart überwinden.
Leipzig startet stark, Bayern übernimmt Initiative
Die Leipziger begannen die Partie mit viel Engagement und wollten keinen offenen Schlagabtausch mit den Bayern eingehen. Bereits in der vierten Minute schien Christoph Baumgartner die Führung für RB Leipzig zu erzielen, doch der Videoschiedsrichter entschied auf Abseits.
Die Bayern um den agilen Michael Olise kamen erst allmählich in Fahrt, übernahmen dann aber zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen. Besonders in der zweiten Halbzeit zeigten die Münchner ihre Qualität und setzten sich schließlich verdient durch.
Ausblick auf das Halbfinale
Mit diesem Sieg zieht der FC Bayern München als letzte Mannschaft ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. Dort warten der FC Bayern, Bayer Leverkusen, VfB Stuttgart und SC Freiburg auf die Auslosung am 22. Februar. Für die Münchner bedeutet der Erfolg die Chance, erstmals seit 2020 wieder das DFB-Pokal-Finale am 23. Mai in Berlin zu erreichen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann, der das Spiel vor Ort verfolgte, konnte sich von der starken Leistung seines ehemaligen Vereins überzeugen. Die Bayern zeigten trotz des anfänglichen Mangels an Intensität in einem Alles-oder-nichts-Spiel letztlich die notwendige Qualität, um sich gegen einen hartnäckigen Gegner durchzusetzen.



