Kein Finale, kein Triple – der große Traum des FC Bayern vom Henkelpott ist gegen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain geplatzt. Nach einem Blitztor von Weltfußballer Ousmane Dembélé in der dritten Minute konnte der deutsche Meister im Halbfinal-Rückspiel keine Wende erzwingen. Die Münchner kamen nach dem 4:5-Wahnsinn in Paris auch in der heimischen Allianz Arena nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Der späte Treffer von Harry Kane (90.+4) reichte nicht mehr für die Verlängerung.
Au revoir Bayern – Paris triumphiert erneut
Es war nicht der Abend der Mannschaft von Trainer Vincent Kompany. Der Münchner Tormaschine um Kane, Michael Olise und Luis Díaz wurde vom Pariser Kollektiv der Stecker gezogen. Dem Finale kamen sie nie mehr so nahe wie im turbulenten Hinspiel. Als Trostpreis bleibt den Münchnern nun nur noch die Aussicht auf das Double im DFB-Pokalfinale am 23. Mai in Berlin gegen den VfB Stuttgart. Das Königsklassen-Finale eine Woche später in Budapest bestreitet Titelverteidiger PSG gegen den FC Arsenal mit Nationalspieler Kai Havertz.
Früher Schock und starke PSG-Defensive
Vor 75.000 Zuschauern gab es diesmal keinen wilden Schlagabtausch, sondern eine Kraftprobe, in der Frankreichs Topclub auch Weltklasse im Verteidigen zeigte. Der in WM-Form haltende Kapitän Manuel Neuer musste seine Bayern im Spiel halten. Der 40-Jährige verhinderte nach der Pause mehrfach gegen die PSG-Stürmer Desiré Doué (56./64.) und Chwitscha Kwarazchelia (57.) einen höheren Rückstand. Paris jubelte erneut in München – ein Jahr nach dem triumphalen 5:0 im Finale gegen Inter Mailand.
Handelfmeter nicht gegeben – Bayern rennt an
Für große Aufregung sorgte eine Hand-Szene: PSG-Stratege Vitinha klärte im Strafraum, der Ball prallte an den Arm von João Neves. Schiedsrichter João Pinheiro entschied auf keinen Elfmeter. Die Münchner protestierten, die Fans pfiffen lautstark. Kurz darauf verhinderte Neuer mit einem Reflex das 0:2 (33.). Die letzten Aktionen vor der Pause gehörten Jamal Musiala, dessen Schuss Torwart Matwei Safonow parierte (44.). In der zweiten Halbzeit rannten die Bayern weiter an, fanden aber gegen die kontrollierte Pariser Defensive keine Lösungen. Das späte 1:1 von Kane war zu wenig. Nach dem Schlusspfiff blieben Frust, Wut und große Leere.



