Nürnbergs Stammplatz verloren: Power-Duo verdrängt Becker auf die Bank
Mittelfeldspieler Finn Ole Becker (25) muss beim 1. FC Nürnberg aktuell um seinen Platz in der Startelf kämpfen. Noch vor wenigen Wochen war es undenkbar, dass der Bundesliga-Zugang auf der Ersatzbank Platz nehmen würde. In seinen ersten 18 Partien für den Club stand Becker stets in der Anfangsformation und verpasste lediglich 25 Spielminuten.
Gelbsperre als Wendepunkt
Seit seiner Gelbsperre Mitte Februar hat der Spieler jedoch seinen Stammplatz eingebüßt. In den jüngsten Begegnungen gegen Kaiserslautern (3:0) und zuvor in Kiel (3:2) agierte Becker ausschließlich als Edeljoker von der Bank. Trainer Miroslav Klose (47) bevorzugt auf den Achter-Positionen das Duo aus Tom Baack (27) und Rabby Nzingoula (20), zwei ausgesprochen lauf- und kampfstarke Spieler.
Der Club-Coach äußerte sich begeistert über sein Power-Duo: „Die musst du loslassen. Die sind auch im Training nicht zu halten. Wenn ich Rabby und Tom sehe, ist das bei der Intensität genau das, was wir auch benötigen.“
Becker in veränderter Rolle
Für Becker bedeutet diese Entscheidung eine grundlegende Veränderung seiner Position. Als eher technisch und spielerisch starker Akteur ist er nun vorwiegend Teilzeitkraft. Dennoch erfüllt er seine neue Aufgabe mit Bravour. Im Spiel in Kiel bereitete er sogar den Siegtreffer von Mohamed Ali Zoma (22) gekonnt vor.
Klose lobte die Qualitäten seines Mittelfeldspielers: „Wenn man beobachtet, wie viel Ruhe Finn dann in das Spiel bringt mit klugen Lösungen, dem Aufziehen von Spielzügen, präzisen Steckpässen und ähnlichen Aktionen. Das ist für mich als Trainer von unschätzbarem Wert.“
Die entscheidende Frage bleibt jedoch, wie lange sich Becker mit der Rolle als Edeljoker zufriedengeben wird. Der Kampf um den Stammplatz im Mittelfeld des 1. FC Nürnberg verspricht weiterhin spannend zu bleiben.



