HSG Bensheim/Auerbach zieht nach Siebenmeter-Drama ins DHB-Pokalfinale ein
Bensheim gewinnt Siebenmeter-Thriller und steht im Pokalfinale

Bensheim feiert historischen Einzug ins DHB-Pokalfinale nach Nervenkrieg

Die HSG Bensheim/Auerbach hat sich in einem atemberaubenden Halbfinale des DHB-Pokals den Finaleinzug erkämpft. Vor 3000 Zuschauern in Stuttgart setzte sich das Team von Trainerin Ilka Fickinger im Siebenmeterwerfen mit 36:34 (14:16) gegen den Thüringer HC durch und steht damit zum vierten Mal nach 1975, 1977 und 2023 in einem Pokalfinale.

Fehrs Paraden und Bergers entscheidender Wurf

Die Torhüterin Vanessa Fehr wurde mit mehreren wichtigen Paraden zur Schlüsselfigur, insbesondere als sie im entscheidenden Siebenmeterwerfen den Wurf der Ungarin Csenge Kuczora abwehrte. Amelie Berger komplettierte den Triumph mit dem letzten erfolgreichen Siebenmeter, der den endgültigen 36:34-Sieg besiegelte.

Ein Spiel mit dramatischen Wendungen

Das gesamte Spiel war von großer Spannung geprägt. Kein Team konnte sich mehr als drei Tore Vorsprung erarbeiten. Der Thüringer HC ging mit 16:14 in die Halbzeitpause, doch Bensheim kämpfte sich zurück und führte in der 40. Minute erstmals mit 21:20.

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Lucie-Marie Kretzschmar, Tochter der Handball-Legende Stefan Kretzschmar, war in der entscheidenden Phase besonders präsent. Sie erzielte nicht nur wichtige Treffer, sondern begeisterte auch die mitgereisten etwa 400 Bensheimer Fans mit ihrer Leidenschaft und Energie.

Statistische Besonderheiten und mentale Stärke

Interessant war die Entwicklung der beiden Top-Werferinnen: Johanna Reichert vom Thüringer HC, die beste Werferin der Liga mit durchschnittlich 9,2 Toren pro Spiel, traf nur 6 von 14 Versuchen. Bensheims Vize-Weltmeisterin Nina Engel, normalerweise mit 8,6 Toren im Schnitt unterwegs, benötigte ebenfalls einige Anläufe, traf aber schließlich 8 von 15 Würfen und erzielte den Ausgleichstreffer zum 31:31 sieben Sekunden vor Spielende.

Trainerin Ilka Fickinger zeigte sich nach dem Spiel beeindruckt von der mentalen Stärke ihrer Mannschaft: „Spannender geht es kaum, ich hätte es gern unspannender über die Bühne bekommen, aber die Mannschaft hat nie die Nerven verloren, das war eine großartige mentale Leistung. Ich hatte die ganze Zeit, auch beim Siebenmeterwerfen, ein gutes Gefühl.“

Perfektes Siebenmeterwerfen entscheidet das Duell

Im anschließenden Siebenmeterwerfen zeigte Bensheim Nervenstärke: Alle fünf Würfe wurden verwandelt, während Thüringens beste Spielerin des Tages, Csenge Kuczora, die im Spiel acht Tore erzielt hatte, an Torhüterin Vanessa Fehr scheiterte.

Bensheim wartet nun im Finale auf den Sieger der Partie zwischen Borussia Dortmund und der HSG Blomberg-Lippe. Der Finaltag beginnt mit dem Spiel um Platz 3 ab 13:45 Uhr, gefolgt vom Hauptfinale ab 16:15 Uhr.

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