Zinédine Zidane vor Rückkehr als Nationaltrainer Frankreichs
Die Spekulationen um die Zukunft der französischen Fußballnationalmannschaft nehmen konkrete Formen an. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll der legendäre Zinédine Zidane nach der Weltmeisterschaft im Sommer das Amt des Cheftrainers von Didier Deschamps übernehmen. Diese Nachricht sorgt bereits jetzt für erhebliche Aufregung in der Fußballwelt.
Offizielles Geheimnis in Verbandskreisen
Der französische Fußballverband FFF hat zwar noch keine offizielle Bestätigung veröffentlicht, doch in Verbandskreisen gilt die Ernennung Zidanes bereits als offenes Geheimnis. Laut der französischen Sportzeitung L'Équipe soll der ehemalige Real-Madrid-Trainer damit fünf Jahre nach seinem Abschied von den Königlichen endlich wieder an der Seitenlinie stehen.
Diallos verschmitzte Andeutungen
Philippe Diallo, der Präsident des französischen Fußballverbandes, gab bei einer FIFA-Veranstaltung in Paris verschmitzte Andeutungen von sich. Auf die direkte Frage nach Zidane antwortete er: „Ich weiß es nicht, ihr werdet sehen, das Leben hält viele Überraschungen bereit.“ Gleichzeitig bestätigte er, dass die offizielle Bekanntgabe erst nach dem letzten WM-Spiel der Équipe Tricolore erfolgen würde.
Diallo lud die Journalisten ein, sich nach der Weltmeisterschaft erneut bei ihm zu melden, was als klarer Hinweis auf einen Trainerwechsel nach dem Turnier gewertet wird. Der Verbandspräsident hatte zuvor die hohen Anforderungen an den künftigen Nationaltrainer betont: „Die französische Nationalmannschaft ist eine der besten der Welt, und nicht jeder kann sie leiten.“
Zidanes langgehegter Wunsch
Bereits im vergangenen Oktober hatte Zidane sein Interesse an der Position öffentlich bekundet. Damals erklärte er: „Mein Wunsch ist es, eines Tages Cheftrainer der französischen Nationalmannschaft zu werden.“ Dieser Traum scheint nun in greifbare Nähe zu rücken.
Laut L'Équipe erfüllt Zidane genau jenes Profil, das Diallo für den künftigen Trainer fordert. Der Verbandspräsident hatte betont, dass der neue Trainer nicht nur fachliche Qualifikationen mitbringen müsse, sondern auch die Zustimmung der französischen Bevölkerung finden sollte. „Es muss eine Verbindung zwischen dem Trainer und den Franzosen entstehen“, so Diallo.
Von der Spielerlegende zum Nationaltrainer
Zinédine Zidane prägte die französische Nationalmannschaft bereits in seiner aktiven Zeit als Spieler über viele Jahre hinweg. Sein größter Triumph gelang ihm 1998, als er die Équipe Tricolore zum ersten WM-Titel führte – und das ausgerechnet im eigenen Land. Seit diesem historischen Erfolg genießt der dreimalige Weltfußballer in Frankreich den Status einer lebenden Legende.
Die mögliche Ernennung Zidanes zum Nationaltrainer wird seit langem diskutiert, während gleichzeitig feststand, dass Didier Deschamps sein Amt nach der Weltmeisterschaft abgeben wird. Die Kombination aus Zidanes legendärem Status und seiner Trainererfahrung bei Real Madrid macht ihn zu einem idealen Kandidaten für diese prestigeträchtige Position.



