Tobias Rieder: Mit EHC München im Playoff-Fokus nach Olympia-Enttäuschung
Rieder: Playoffs gegen Olympia-Frust mit EHC München

Tobias Rieder: Vom Olympia-Frust zu den DEL-Playoffs mit München

Für Tobias Rieder (33) geht es erneut um alles oder nichts. Rund fünf Wochen nach dem enttäuschenden Olympia-Aus der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft gegen die Slowakei (2:6) steht der Stürmer des EHC Red Bull München bereits im nächsten entscheidenden Duell. Im Gegensatz zum Turnier in Mailand hat er in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) jedoch bis zu sieben Spiele Zeit, um mit seinem Klub das Halbfinale zu erreichen.

Neustart nach dem Nationalmannschafts-Debakel

Der ehemalige NHL-Profi, der bei Teams wie Los Angeles, Edmonton, Calgary und Buffalo spielte, muss Olympia hinter sich lassen. „Olympia muss ich jetzt abhaken. Natürlich hat man sich ein paar Tage und Wochen damit auseinandergesetzt. Aber jetzt liegt der volle Fokus auf München und den Playoffs“, erklärt Rieder. Der Rechtsaußen, der seit 2024 für den EHC Red Bull München aufläuft, will die negativen Erfahrungen aus Mailand in positive Energie für die kommenden Aufgaben umwandeln.

In der Olympia-Vorrunde erzielte die DEB-Auswahl lediglich zwei Siege bei drei Niederlagen. Trotz neun NHL-Stars um Leon Draisaitl und Tim Stützle funktionierte das Teamspiel nicht. „Teamgeist ist eines der wichtigsten Dinge für die Playoffs. Es reichen nicht nur ein paar Einzelspieler. Man braucht die ganze Mannschaft“, betont der Landshuter. Diese Erkenntnis will er nun mit nach München nehmen.

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Herausforderung in einer starken DEL

Der Weg zum fünften DEL-Titel für den EHC Red Bull München wird alles andere als einfach. „Es wird auf jeden Fall ein heißer Tanz“, prophezeit Rieder. Die Top-Vier der Hauptrunde – die Kölner Haie, die Adler Mannheim, die Straubing Tigers und München – sammelten jeweils über 100 Punkte. „Es ist eine sehr starke und enge Liga in dieser Saison. Ich glaube, es gehen mehrere Favoriten ins Playoff-Rennen“, so der Stürmer.

Für Rieder, der 2023 mit den Växjö Lakers schwedischer Meister wurde und 2024 nach München wechselte, wäre ein deutscher Meistertitel die Krönung. Doch bereits in der vergangenen Saison scheiterte der EHC im Viertelfinale mit 2:4 Siegen gegen Mannheim. „Ich glaube, wir haben viel dazugelernt seit letztem Jahr. Und wir sind als Mannschaft besser zusammengewachsen als vorige Saison“, zeigt sich der 33-Jährige optimistisch.

Auftakt gegen den ERC Ingolstadt

Die Playoffs starten für München am Dienstag mit dem ersten Heimspiel im SAP Garden gegen den ERC Ingolstadt. In der Hauptrunde gewannen die Münchner drei von vier Begegnungen gegen den bayerischen Rivalen. Diese positive Bilanz soll nun den Grundstein für eine erfolgreiche Playoff-Kampagne legen.

Rieder setzt darauf, dass die Mannschaft aus den Olympia-Erfahrungen lernt und als Einheit auftritt. Nach dem enttäuschenden Nationalmannschafts-Turnier bietet die DEL die Chance auf Rehabilitation und vielleicht sogar den lang ersehnten deutschen Meistertitel.

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