Krieg in Iran: Klingbeil fordert Preisobergrenzen bei Benzin, Lufthansa streicht Nahost-Flüge
Krieg in Iran: Klingbeil will Preisgrenzen, Lufthansa streicht Flüge

Krieg in Iran: Klingbeil fordert Preisobergrenzen bei Benzin, Lufthansa streicht Nahost-Flüge

Der Krieg im Iran hat weitreichende Auswirkungen auf Deutschland. SPD-Chef Lars Klingbeil kritisiert die stark gestiegenen Spritpreise als wahnsinnige Abzocke und fordert Preisobergrenzen für Benzin. Gleichzeitig streicht der Lufthansa-Konzern bis Ende Oktober zahlreiche Verbindungen in den Nahen Osten.

Klingbeil orientiert sich an Luxemburg

In der ntv-Sendung Pinar Atalay plädierte Klingbeil dafür, sich an Maßnahmen in Luxemburg zu orientieren. Dort legt das Wirtschaftsministerium Höchstpreise für Benzin, Diesel und Heizöl fest. Wir sollten gerade mal genau gucken, was Luxemburg dort macht, die Preisgrenzen festlegen, sagte der SPD-Vorsitzende. Er warf den Mineralölkonzernen vor, mit der Kriegssituation Profit machen zu wollen.

Lufthansa streicht Flüge bis Herbst

Die Airlines des Lufthansa-Konzerns meiden wegen des Irankriegs viele Ziele im Nahen Osten für längere Zeit. Flughäfen wie Abu Dhabi, Amman, Beirut, Teheran und Riad sollen bis zum 24. Oktober nicht mehr angeflogen werden. Für Dubai und Tel Aviv gilt diese Aussetzung bis zum 31. Mai. Das Unternehmen führt Sicherheitsrisiken und betriebliche Gründe an.

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Netanyahu setzt Angriffe fort

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu kündigte in einer Videobotschaft an, die Angriffe auf Iran fortzusetzen. Wir zerschlagen das Raketenprogramm und das Atomprogramm, sagte er. Zugleich kommentierte er die von den USA verkündeten Gespräche mit Iran. US-Präsident Donald Trump sprach von detaillierten und konstruktiven Gesprächen, während Iran jegliche Verhandlungen dementiert.

Über 4000 Tote seit Kriegsbeginn

Nach Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters haben seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar weit über 4000 Menschen ihr Leben verloren. Die Opferzahlen verteilen sich wie folgt:

  • In Iran: 3231 Tote laut Menschenrechtsgruppe HRANA
  • Im Libanon: 1039 Tote durch israelische Angriffe
  • Im Irak: Mindestens 60 Tote
  • In Israel: 16 Tote durch iranischen Raketenbeschuss

Britischer Zerstörer in Zypern eingetroffen

Drei Wochen nach dem Einschlag einer iranischen Drohne auf einem britischen Armeestützpunkt auf Zypern ist der Zerstörer HMS Dragon im östlichen Mittelmeer eingetroffen. Das britische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass das Schiff in die operative Integration in die Verteidigung Zyperns eingebunden wird. Zuvor war die britische Regierung kritisiert worden, weil sie nach dem Drohnenangriff zunächst zurückhaltend reagiert hatte.

Die Eskalation des Konflikts zeigt, dass der Krieg noch Wochen andauern könnte. Während die politischen Führer über mögliche Abkommen sprechen, leiden die Zivilbevölkerung und die Wirtschaft unter den direkten und indirekten Folgen der Auseinandersetzung.

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