Bürgermeisterwahl in Anklam: Ein Duell um den Rathauschefsessel
Am 12. April 2026 wird in Anklam ein neuer Bürgermeister gewählt. In einem spannenden Wahlkampf treten zwei Kandidaten gegeneinander an: Jörg Valentin von der AfD und der amtierende Bürgermeister Michael Galander von der IfA (Initiative für Anklam). Beide Bewerber haben in aktuellen Statements ihre Positionen zu wichtigen städtischen Themen dargelegt und dabei insbesondere den gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie die Bürgerbeteiligung hervorgehoben.
Die Zukunft der GWA: Wohnraum und Stadtentwicklung
Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Anklam (GWA) steht im Mittelpunkt der städtischen Entwicklung. Jörg Valentin betont: „Die wichtigste Aufgabe der GWA wird sein, bezahlbaren Wohnraum zu sichern und gleichzeitig die Wohnungsbestände der Stadt zukunftsfähig zu modernisieren.“ Der AfD-Kandidat fordert transparente Unternehmensführung und eine klare strategische Steuerung durch die Stadtvertretung.
Michael Galander verweist auf konkrete Projekte: „In der Innenstadt stehen die Fertigstellung des letzten Bauabschnitts an der Nikolaikirchstraße mit neuen Räumen für Stadt- und Kinderbibliothek sowie der Bau eines Parkhauses an.“ Gleichzeitig werden im Hanseviertel umfangreiche Sanierungen durchgeführt. Für den Amtsinhaber bleibt das Ziel klar: bezahlbaren Wohnraum sichern und ein passendes Angebot für Wohnungssuchende bereithalten.
Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Anklam
Beide Kandidaten bewerten den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Anklam positiv, sehen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Jörg Valentin erklärt: „Der Zusammenhalt ist grundsätzlich stark, weil viele Menschen ihre Stadt kennen und sich engagieren.“ Gleichzeitig betont er die Herausforderungen des demografischen Wandels und die Notwendigkeit, Begegnung zu fördern und Dialogräume zu schaffen.
Michael Galander verweist auf die starke Vereinslandschaft: „Der gesellschaftliche Zusammenhalt in unserer Stadt ist sehr stark. Grundlage dafür sind über 140 aktive Vereine und Verbände, die das gemeinschaftliche Leben prägen.“ Der IfA-Kandidat betont, dass niemandem vorgeschrieben werde, wie oder wo er sich einbringen solle – jede und jeder könne aus einem breiten Angebot wählen.
Bürgerbeteiligung und politische Einbindung
Die Frage, wie Bürgerinnen und Bürger stärker in städtische Entscheidungen einbezogen werden können, beantworten beide Kandidaten mit konkreten Vorschlägen. Jörg Valentin setzt auf „transparente Kommunikation und regelmäßige Bürgerdialoge“. Seiner Ansicht nach beteiligen sich Menschen stärker, wenn sie merken, dass ihre Ideen ernst genommen werden und konkrete Ergebnisse entstehen.
Michael Galander verweist auf bestehende Strukturen: „Wir begrüßen es ausdrücklich, wenn sich Bürgerinnen und Bürger mit ihren Meinungen politisch in die Zukunftsfragen unserer Stadt einbringen.“ Dafür stünden Wählergemeinschaften und Parteien zur Verfügung. Zudem beteilige die Stadtverwaltung die Bürgerschaft regelmäßig über:
- Diskussionsforen und Informationsveranstaltungen
- Tage der offenen Tür
- Zusammenarbeit mit Seniorenbeirat und Jugendparlament
Podiumsdiskussion als Wahlkampfhöhepunkt
Ein wichtiger Termin im Wahlkampf ist die Podiumsdiskussion am 31. März 2026. Zusammen mit dem Regionalzentrum für demokratische Kultur vom CJD veranstaltet der Nordkurier dieses Gesprächsformat mit beiden Bürgermeisterkandidaten. Die Veranstaltung findet im ehemaligen Wehrmachtgefängnis in der Friedländer Landstraße 3a in Anklam statt und beginnt um 18 Uhr. Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben hier die Gelegenheit, beiden Kandidaten direkt Fragen zu stellen und sich über ihre Positionen zu informieren.
Die Bürgermeisterwahl in Anklam verspricht spannend zu werden. Während Jörg Valentin als Herausforderer von der AfD antritt, verteidigt Michael Galander sein Amt für die IfA. Beide Kandidaten betonen in ihren Aussagen die Bedeutung von bezahlbarem Wohnraum, gesellschaftlichem Zusammenhalt und aktiver Bürgerbeteiligung – Themen, die für die Zukunft der Stadt entscheidend sein werden.



