300 Bundesliga-Spiele für Bittencourt: Ein Jubiläum mit wichtigen drei Punkten
Leonardo Bittencourt hat sein 300. Spiel in der Fußball-Bundesliga gefeiert – und das mit einem bedeutenden Erfolg für Werder Bremen. Im Abstiegsgipfel bei Wolfsburg sicherte sich der Bremer Mittelfeldspieler mit seiner Mannschaft ein knappes 1:0 (0:0) und zeigte sich nach dem Spiel rundum zufrieden. „So habe ich es mir vorgestellt“, erklärte der 32-Jährige, für den dieses Jubiläum „lange auf sich warten ließ“.
Ein emotionaler Rückblick und Dank an Familie und Team
Bittencourt nutzte die Gelegenheit, um eine ausführliche Lobeshymne anzustimmen. „Danke an die Mannschaft, die ein gutes Spiel gemacht hat, danke an Justin für das schöne Tor“, sagte er und betonte seine Dankbarkeit gegenüber jedem Einzelnen vom Staff und dem gesamten Verein. Besonders hervor hob er jedoch seine Familie: „Die meine Launen erträgt, die mich immer wieder pusht, die mich immer wieder hochzieht – das ist der Grund, warum ich das am Ende auch mache.“
Der Routinier zeigte sich „sehr stolz“ auf seine Leistung und verwies auf die vielen Jahre harter Arbeit, die hinter diesem Meilenstein stehen. „Viele Fußballer wissen, wie viel Arbeit, Schweiß und auch Scheiß-Tage in so einem Erfolg stecken“, so Bittencourt. Doch trotz aller Herausforderungen bleibt für ihn der Beruf des Profifußballers unübertroffen: „Aber am Ende ist es doch der geilste Beruf der Welt.“
Mentalität als Schlüssel zum Erfolg
In der aktuellen Saison musste Bittencourt oft von der Bank aus zuschauen oder war durch Verletzungen ausgebremst. Umso schöner sei es für ihn, nun wieder eine größere Rolle zu spielen. Der Grund, warum man 300 Spiele erreiche, liege aber vor allem in der richtigen Einstellung: „Weil man immer wieder aufsteht“, betonte der Mittelfeldspieler.
Diese Mentalität will Bittencourt mit Werder Bremen auch im Saisonendspurt an den Tag legen. Trotz des wichtigen Siegs durch Justin Njinmah in der 68. Minute kann der Verein mit 28 Punkten im Kampf um den Klassenerhalt noch nicht aufatmen. Bittencourt hofft, dass einige angeschlagene und verletzte Spieler bald zurückkehren – „und dann noch mal Kräfte bündeln und in den letzten Block gehen“.
Abschließend blickte der 32-Jährige mit einem Schmunzeln auf die vergangenen Jahre zurück und verwies humorvoll auf die Opfer, die der Beruf mit sich bringt: „Mit jedem Stress und Druck, der dazugehört, und mit allen Haaren, die ich schon verloren habe.“ Für Bittencourt bleibt jedoch die Freude am Spiel im Vordergrund: „Es macht mich einfach glücklich, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe.“



