Blaswich träumt von Viererpack gegen Bayern: Leverkusen muss erst Piräus bezwingen
Für Bayer Leverkusens Torhüter Janis Blaswich wäre eine Serie von vier Begegnungen gegen den FC Bayern München innerhalb kurzer Zeit ein absolutes Highlight seiner Karriere. „Eine solche Konstellation habe ich noch nie gehabt, aber auf diese Herausforderung würde ich mich sehr, sehr freuen“, erklärte der 34-jährige Schlussmann. Bevor diese faszinierende Aussicht jedoch Realität werden kann, muss die Werkself eine entscheidende Hürde nehmen: das Rückspiel im Champions-League-Play-off gegen Olympiakos Piräus am Dienstagabend.
Die möglichen „bayerischen Wochen“
Die Kalenderkonstellation könnte tatsächlich spektakulär werden. In der Bundesliga empfängt Leverkusen den Rekordmeister bereits am 14. März. Sollte man in der Königsklasse weiterkommen, könnte es im Achtelfinale erneut gegen die Bayern gehen – die Auslosung findet am Freitag statt. Zusätzlich steht im April das Halbfinale des DFB-Pokals in der BayArena auf dem Programm. Vier direkte Duelle gegen den großen Rivalen wären somit möglich, ein Szenario, das selbst für erfahrene Profis wie Blaswich neu wäre.
Hjulmand warnt vor verfrühter Euphorie
Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand wollte sich mit diesen spekulativen „bayerischen Wochen“ vor dem entscheidenden Spiel gegen Piräus noch nicht beschäftigen. „Ich werde die Frage nicht beantworten, man darf sie nach der Partie gegen Piräus vielleicht und hoffentlich noch einmal stellen“, so der dänische Trainer. Nach dem 2:0-Erfolg im Hinspiel mahnte er zur Vorsicht: „Es ist ein gutes Resultat, aber es ist auch gefährlich. Wir müssen unbedingt unsere beste Leistung zeigen.“
Die Personalsituation gibt Anlass zur Sorge. Offensivspieler Malik Tillman wurde am Wochenende im Bundesligaspiel gegen Union Berlin am Fuß getreten. Hjulmand zeigte sich pessimistisch: „Ich glaube nicht, dass er spielen kann. Es sieht nicht richtig gut aus.“ Eine endgültige Entscheidung soll erst nach einer weiteren Untersuchung am Dienstag fallen. Die Leverkusener müssen also möglicherweise auf einen wichtigen Offensivspieler verzichten, während sie einen klaren Vorsprung aus dem Hinspiel verteidigen wollen.
Der Weg ins Achtelfinale
Das Rückspiel gegen Olympiakos Piräus (Dienstag, 21:00 Uhr, Prime Video) ist die letzte Hürde, bevor Leverkusen überhaupt ins Achtelfinale der Champions League einziehen kann. Erst dann könnte die Auslosung am Freitag tatsächlich den FC Bayern als Gegner bringen – oder aber den FC Arsenal. Sollte es zum deutschen Duell kommen, würde Leverkusen damit in einer Saison gleich viermal gegen den FC Bayern antreten: in der Liga, im Pokal-Halbfinale und in zwei Champions-League-Spielen. Für Janis Blaswich wäre dies eine einzigartige Herausforderung, auf die er sich bereits jetzt mental vorbereitet.



