Ben Bobzien: Dynamo Dresdens Turbo-Flügelspieler trotz Torlosigkeit
Bobzien: Dynamo Dresdens Turbo trotz Torlosigkeit

Ben Bobzien: Dynamo Dresdens wertvoller Flügelspieler auch ohne Torerfolg

Ben Bobzien (22) erweist sich für Dynamo Dresden als echter Glücksgriff. Der in der Winterpause von Bundesligist Mainz 05 ausgeliehene Flügelspieler zeigte beim 3:1-Sieg gegen Darmstadt 98 eindrucksvoll, dass er im Abstiegskampf der Schwarz-Gelben ein echter Trumpf ist – auch ohne eigenes Tor.

Technik, Wendigkeit und Spielintelligenz

Der gebürtige Gießener, dessen Spitzname passenderweise „Bobby“ lautet, bringt genau das mit, was Dynamo Dresden aktuell benötigt: technische Finesse, außergewöhnliche Wendigkeit und eine quirlige Spielweise. Durch mutige 1:1-Aktionen kreiert er immer wieder neue Spielsituationen und zündet den Turbo auf dem Flügel.

Die spielentscheidende Szene entwickelte sich aus einer blitzschnellen Aktion Bobziens. Als er sich an Darmstadts Abwehrspieler Patric Pfeiffer vorbeizumogeln versuchte, wurde er von diesem gefoult. Schiedsrichter Lars Erbst zeigte Pfeiffer daraufhin die rote Karte – eine Entscheidung, die das Spiel nachhaltig beeinflusste.

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Bobzien selbst kommentierte die Szene zurückhaltend: „Wenn ich durchkomme, habe ich wahrscheinlich einen freien Abschluss aufs Tor. Da kann man schon eine rote Karte geben. Für Darmstadt ist es natürlich unglücklich gelaufen.“

Zwei wichtige Torvorlagen

Wenig später bewies der Dribbelkünstler erneut seine Qualitäten. Mit einem perfekt getimten und platzierten Flankenball bereitete er Vincent Vermeij das 1:0 vor, das dieser mit einem souveränen Kopfball verwertete. „Ich weiß natürlich über seine Größe Bescheid und habe versucht, den Ball auf seinen Kopf zu chippen. Er hat dann einen Super-Kopfball gemacht“, so Bobzien.

Auch beim vorentscheidenden 3:0 durch Christoph Daferner war der Flügelspieler maßgeblich beteiligt. Sein Schuss wurde von Darmstadt-Keeper Marcel Schuhen zwar noch abgewehrt, landete aber direkt vor Daferners Füßen, der eiskalt vollendete. „So gut war er von mir leider nicht geschossen. Aber ich bin froh, dass Daffi da gestanden hat, wo ein Stürmer stehen muss. Hauptsache drin“, kommentierte Bobzien selbstkritisch.

Zufriedenheit trotz Torlosigkeit

Am Ende stand für die Mainzer Leihgabe zwar immer noch kein eigenes Tor zu Buche, dafür aber zwei wichtige Assists und ein herausgespielter Platzverweis. Auf die Frage, ob es sein bestes Spiel im SGD-Dress war, antwortete Bobzien: „Vielleicht. Auf jeden Fall war es das Spiel, das bis jetzt am meisten Spaß gemacht hat.“

Besonders beeindruckt zeigte sich der 22-Jährige von der Stimmung nach dem Dreier: „Es hat extrem Spaß gemacht, auf die Stadionrunde zu gehen, das war ich so auch nicht unbedingt gewohnt. So ein Feedback direkt nach dem Spiel zu bekommen, hat mich sehr gefreut. So kann´s weitergehen.“

Das erste Bobzien-Tor für Schwarz-Gelb scheint bei dieser Entwicklung nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Bis dahin tut der quirlige Flügelspieler Dynamo Dresden auch ohne persönlichen Torerfolg außerordentlich gut.

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